Der Horst, der Troll

Ich, der Troll komme nicht durch bei Welt Online

Vielleicht ist es ja auch gut so, dass die zuständigen Leute in der Redaktion meine Kommentare zu gewissen Artikeln mit aktuellem Bezug offenbar grundsätzlich löschen. Wahrscheinlich würden sie vielen der Leserinnen und Leser sowieso nicht gefallen.

Manchmal geht mir das aber auch gewaltig auf den Keks. Heute zum Beispiel.

Wie im Intro des „Welt Online-Artikels“ beschrieben sind die Reaktionen in den Sozialen Netzwerken auf die Meldungen der sexuellen Übergriffe zu Sylvester in Köln auf gewohnt niedrigem Niveau. Die besorgten Bürger haben einmal mehr Oberwasser und sie nutzen die Gunst der Stunde.

So wütend ich selbst über das bin, was in Köln passiert ist, so klar war es von Anfang an, dass der deutsche Mob es sich nicht nehmen lassen wird, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und aus vollem Hals gegen Flüchtlinge und alles, was ihrer Meinung nach damit zu tun hat, zu hetzen.

Mancher Politiker meint, wir anderen, also die Leute, die in den Augen des rechten Mobs linksgrünversiffte Gutmenschen sind, dagegenhalten sollten. Ich habe das in den sozialen Netzwerken getan. Aber dann im Oktober letzten Jahres habe ich aus Gründen des Selbstschutzes meine Accounts bei Google+ und Facebook gelöscht.

Seitdem versuche ich meine Kommentare woanders zu schreiben. So zum Beispiel bei „Welt Online“.  Die Redaktion scheint mich aber als Troll identifiziert zu haben, so dass meine Kommentare (ich glaube fast grundsätzlich) gelöscht werden. So auch heute.

Das sind die Kommentare, die ich zu anderen Kommentaren, die sich auf diesen Artikel bezogen, geschrieben habe und die prompt wieder gelöscht wurden:

Leserkommentare.... entfernt.
Leserkommentare…. entfernt.

Die Aussagen waren zugegebenermaßen nicht so sehr substanziell. Aber so schlimm, dass die Redaktion sie entfernt, waren sie aus meiner Sicht nun auch nicht.

Was meint ihr dazu?

Über den Autor

Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Da habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin 63 Jahre alt und lebe in einem kleinen Ort, nicht weit von Köln entfernt. Meine Hauptthemen hier im Blog sind Gesellschaft, Politik und Medien.

2 Kommentare

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  • Gut, dass du das dokumentierst! Ich hätte nicht gedacht, dass DIE WELT zu solchen Mitteln greift, um das unterirdische Klima ihrer Kommentarstrecken nicht zu gefährden!

  • Hallo Claudia,

    vielleicht hat es mit meinem Disqus-Acount zu tun. Das kann aber nicht sein, weil meine Kommentare in anderen Medien über Disqus normal durchgehen. Also hat die Redaktion meine Kommentare bewusst „entfernt“. Sie stören wohl die Springer-Legende.