Besetzung für nächste Staffel von „Sing meinen Song“ ist komplett

Auf mich hört ja keiner. „Vox“ hat die Besetzung für die neue Staffel von „Sing meinen Song“ ohne meine gutgemeinten Ratschläge zusammen bekommen.

Folgende Künstler werden gemeinsam mit Xavier Naidoo die im Frühjahr 2016 startende Staffel bestreiten: Nena, Samy Deluxe, Seven, BossHoss, Annett Louisan und – last but not least – Wolfgang Niedeggen.

Die Besetzung der dritten Staffel hat mich überrascht. Ich könnte mir vorstellen, dass Seven, ein schweizerischer R&B und Soul-Sänger, die Fan-Gemeinde des Tauschkonzertes positiv überraschen wird. Er ist hier noch nicht so bekannt, obwohl er schon eine Reihe von Alben abgeliefert hat.

Für mich ist die Teilnahme Wolfgang Nideggens die größte Überraschung. Ich mag Bap und ihn sehr. Das neueste Album „Lebenslänglich“, das eben veröffentlicht wurde, finde ich gelungen und belegt bei iTunes den 7. Platz.

Als Hardcore-Fan der Sendung macht mich die Zusammenstellung der Künstler erstmals skeptisch. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass diese Sängerinnen und Sänger an den Erfolg vor allem der letzten Staffel anknüpfen können. Lassen wir uns einfach überraschen.

Die Furore, die das Tauschkonzert bisher gemacht hat, haben ja bestimmt auch nicht gerade viele erwartet.

Bis 30.12. in der Mediathek die Frank-Sinatra-Doku ansehen

Zwischen den Tagen ist Zeit. Ihr könnt noch bis zum 30. Dezember in der Mediathek von Arte die wunderbare und sehr ausführliche Dokumentation über Frank Sinatras Leben ansehen.

Nehmt euch die Zeit. Es lohnt sich. Jedenfalls für alle, die Sinatra ein bisschen mögen bzw. gemocht haben.

Frank Sinatra (* 1915 – † 1998)

Link zur Mediathek

Roger Cicero hat zu Ehren des 100. Geburtstags des Entertainers ein gelungenes Projekt gestartet.

Menschen für Naidoo oder richtiger Minderheiten für Naidoo

Eine echte Stange Geld haben die Unterzeichner einer Solidaritätsadresse für Xavier Naidoo ausgegeben. Lt. Medienberichten kostete die heute morgen in der Print-Ausgabe der FAZ erschienene Anzeige fast 70.000 Euro!

Initiator der Anzeige soll der Konzertveranstalter Marek Liebermann sein.

„Liebe Künstler und Kulturschaffende, ich möchte euch bitten, eure Solidarität mit Xavier Naidoo ganz unpolemisch zum Ausdruck zu bringen, indem ihr diesen Appell unterstützt: ‚Menschen für Xavier Naidoo'“, so Lieberberg.Quelle: „Menschen für Xavier Naidoo“ – 70.000-Euro-Anzeige für rausgeworfenen Xavier Naidoo – Musik | STERN.de | LINK

Eine Menge ist dazu schon geschrieben worden. Man kann sich fragen, ob wir in diesem Land eigentlich keine anderen Probleme haben.

***

Dem gesunden Volksempfinden wurde in den sozialen Netzwerken einmal mehr Rechnung getragen. Zuletzt soll der NDR ja Schuld am medialen Amoklauf gewesen sein.

Diese „Erkenntnis“ der Kritikaster setzte sich allerdings in meiner Wahrnehmung erst nach dem Shitstorm gegen Xavier Naidoo durch. Ich nehme diese Entwicklung mal als Nachweis dafür,  dass es vielleicht doch noch Leute gibt, die zur Einsicht fähig sind.

Aber dann falle ich über derart irre Tweets. Das Fünkchen Hoffnung ist erloschen: Bescheuert, verblendet, Twitternutzer.

Auf das die Feindschaft ewig währe

In dem von Naidoo – Hassern als klug gerühmten Artikel „Xavier Naidoos berühmte Freunde werfen den Medien „Terror“ und „Hetze“ vor | NOISEY | Quelle“ geht es weiter im Text. Ein anderer Blogartikel „Die Promi-Claqueure des Xavier Naidoo: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr @ gwup | die skeptiker | Quelle“ schlägt in die gleiche Kerbe.

Darin gibt es nichts Neues in der Sache zu erfahren. In beiden Artikeln geht es jetzt weniger um Naidoo als um diejenigen, die es sich herausgenommen haben, Partei für ihn zu ergreifen. Leider befinden sich unter denen, die Naidoo gegen den leider sehr stimmgewaltigen Teil einer geradezu amoklaufenden Netzöffentlichkeit verteidigen, auch Leute, die ich lieber nicht an meiner Seite haben möchte.

Ums kurz zu machen: Die Selbstgerechtigkeit, mit der die Unterstützer des medialen Amoklaufs, der von mehreren Petitionen gegen die ESC-Teilnahme Naidoos flankiert wurde, entwertet für mich nicht nur die Petitionstools, die ich bisher oft aus Überzeugung selbst „genutzt“ habe, sondern sie offenbart einen Mangel an Streitkultur und Toleranz, der nicht mehr deutlicher werden könnte. Die Argumentation der „Gegenseite“ wird abgetan. Im Falle des Naidoo – Unterstützers Marek Lieberberg, der als Konzertveranstalter um Solidarität mit dem Künstler bittet, werden finanzielle Eigeninteressen unterstellt.

Andere beklagen sich darüber, dass die Fürsprecher für Naidoo (Mittermeier, Barth, Rea Garvey, Sascha und andere in Deutschland als moralische Instanz in Anspruch genommen würden. Früher seien dies Böll, Grass oder Schmidt gewesen.

Das ist doch an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Weil sich nach dem Shitstorm ein paar Freunde Naidoos zu Wort melden, nimmt die andere Seite nun für sich in Anspruch, die Moral gepachtet zu haben und setzen in der Diskussion ihren Schlusspunkt. Diese Leute lassen trotz ihrer nach wie vor qualitativ und quantitativ dürftigen Argumentation keinen Zweifel daran, wer hier im Recht ist und wessen Verfehlungen nicht satisfaktionsfähig sind.

Interessant ist es für mich insofern als ich mal nicht auf der „linken“ Seite einer Debatte stehe, sondern ganz weit rechts.

Das Nachtreten, das sich manche jetzt noch erlauben, nachdem längst klar ist, dass sie „gewonnen“ haben, ist ein mieses Foulspiel.

Es macht auch nichts, wenn weitere Künstler sich an die Seite Naidoos stellen. Die Ablehnung, nein, der Hass, hält unvermindert an. Was machen wir bloß?

ESC: Herbert Grönemeyer springt Xavier Naidoo zur Seite und äußert Kritik am NDR – Musik | STERN.de | Quelle

@hans: Danke, hier wird auch endlich glasklar, dass die XN-Verteidiger keine Ahnung haben, wovon sie reden. Weder ist die Kritik “anonym” geäußert worden noch wird Naidoo “auf eine Weise dargestellt, die nicht stimmt”.Quelle: Die Promi-Claqueure des Xavier Naidoo: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr @ gwup | die skeptiker | LINK

 

Unser „Werte“ bedeuten uns doch in Wahrheit nichts

Viele reden von Werten, die wir Europäer zu verteidigen hätten. Sie heißen Solidarität oder Toleranz. Wie wertvoll sie uns in Wahrheit sind oder was viele allerdings darunter verstehen, haben wir beim jüngsten Shitstorm gegen Xavier Naidoo einmal mehr erleben dürfen.

Da wird ein Mensch in einer Art und Weise diffamiert und attackiert, die ich einfach nur als widerlich und zudem total oberflächlich empfinde. Woher haben all diese Arschlöcher eigentlich ihre Informationen? Klar! Aus dem Internet. Da kann man sehen, wohin es führt, sich auf diese „Quellen“ zu verlassen. Wenn zudem die „Gedanken“ in 140 Zeichen Platz finden müssen, kann nichts Gutes herauskommen.

Ich lese die Kommentare zu solchen Solidaritätsadressen, wie Til Schweiger sie auf Facebook gegeben hat, erst gar nicht mehr, weil ich die Reaktionen darauf aus anderen Beispielen wirklich zur Genüge kenne. Natürlich gerade deshalb, weil es mal wieder „der Falsche“ ist, der sich hier zu Wort meldet.

[highlight]Til Schweiger fragt sich einmal mehr, woher dieser Hass kommt.[/highlight]

Eigentlich sollten wir uns das alle fragen. Aber stattdessen wird die Solidarität, die Xavier Naidoo von anderen Künstlern entgegengebracht wird, von zu vielen Leuten in einer Art und Weise kritisiert, die einfach nur unterirdisch ist.

Schade, dass so einfache Kategorien, wie „du solltest dich schämen“ im Internet überholt bzw. nicht mehr existent ist.

[fb-post href=“https://www.facebook.com/TilSchweiger/posts/740652819398724″]

Naidoo rausgeekelt – Auftrittsverbot wurde erfolgreich durchgesetzt

2 Petitionen und tausende von Empörten haben es geschafft, den NDR davon abzubringen, Xavier Naidoo zum ESC 2016 nach Stockholm zu schicken.

„Ich bin zutiefst erschüttert über die unglaubliche Hetze, die widerliche Heuchelei und den blinden Hass, für die es keinerlei Berechtigung gibt!“ Er habe in mehr als 20 Jahren nie das Gefühl gehabt, dass bei Naidoo „auch nur der Hauch eines antisemitischen, rassistischen, xenophobischen oder nationalistischen Sentiments existiert“. (Quelle)

— Marek Lieberberg (Konzertveranstalter „Rock am Ring“)

Die Knalltüten, die diesen Vernichtungsfeldzug initiiert haben, können sich jetzt entspannt zurücklehnen und das erwünschte Ergebnis feiern. Oder ist die Aufregung, wie sonst immer, längst wieder verraucht? Nun wenigstens die Hashtags #XavierNaidoo und #Eurovision stehen standen noch in den Top 10 der deutschen Twitter-Charts. Da sind, so scheint’s, doch einige erleichtert.

Die Namen, die ich den Empörten jetzt am liebsten geben möchte, verbietet mir meine Erziehung. Dass ich das, was die Netzgemeinde nun wieder angezettelt hat, hat was von angewendetem krankhaft gesteigerten Geltungsbedürfnis.

Dem eigenmächtigen Vorgehen des verhassten GEZ-Teils NDR und dem – wie verwirrend – farbigen Rechten, dessen Musikerqualitäten man zeitgleich eine gehörige Abfuhr erteilen konnte, hat „man“ eine Absage erteilt. So ist es in eurem Sinne. Schade, dass die damalige Petition und der Shitstorm nicht zur Entlassung von Markus Lanz geführt haben. Aber da wart ihr noch nicht so „schlagkräftig“.

Wer weiß, was jetzt kommt. Helene Fischer wird sich brav bedanken und dankend ablehnen. Aber die würde ja auch keiner wollen. Oder? Ich halte es für möglich. Schließlich glauben ja viele von „denen“, dass die im Vergleich zu Naidoo was kann. Muaaaah. Oder vermittelt das Internet da einen falschen Eindruck?