Habe ich doch immer gesagt!

Quelle: Filterblase: Radikalisierung auf Facebook – SPIEGEL ONLINE

 

Es gibt deutliche Hinweise, dass die Sortieralgorithmen der sozialen Medien zur Meinungsbildung beitragen. Wer bei Facebook und anderswo nur noch radikale Ansichten und Behauptungen zu sehen bekommt, wird womöglich selbst zunehmend radikal. Die sozialen Medien verändern damit vermutlich bereits jetzt die Gesellschaft.Quelle: Filterblase: Radikalisierung auf Facebook – SPIEGEL ONLINE | LINK

 

Schalten wir jetzt endlich das Internet ab? [highlight1]Spinnst du!?[/highlight1]

Safety first – Neuer Router ist eingerichtet

Irgendwann geht halt alles kaputt. Mein alter Router (Speedport W502V) war wohl fällig. Das dachte ich jedenfalls, weil trotz Reset, mehrfacher Prüfung und Änderung der Einstellungen das WLAN-Netz im Routersetup alle paar Stunden verloren ging.

Der nächste Schritt war der Griff zum Telefon. Telekom anrufen. Es dauerte (nur) 15 Minuten bis ich eine Kundenberaterin an der Strippe hatte. Das kann auch viel länger dauern. Aber wir haben gelernt, dass solche langen Wartezeiten auch bei anderen Anbietern durchaus typisch sind. Das ist insofern schade, als gerade in diesem Bereich doch immer so getan wird, als sei der Kundenservice sozusagen das Allerheiligste.

Erst vor ein paar Tagen habe ich eine Statistik gesehen, in der die Wartezeiten einiger Provider miteinander verglichen wurden. Da schnitt die Telekom nicht schlechter aber auch nicht besser ab als andere.

Die Dame am Telefon meinte, ich hätte ja einen Router der schon etwas betagter sei und da wäre es vermutlich so, dass das Gerät defekt sei. Ein neuer Router sei erforderlich. Da ich ohne Internet bzw. WLAN nicht mehr leben kann, habe ich sofort zugestimmt.

„Bis wann wird das neue Gerät hier eintreffen? Arbeiten der Router und mein analoges Telefon noch zusammen oder gibts evtl. technische Probleme?“ Nein, das sei kein Problem. Zum Abschluss des Gespräches sprach ich noch das schnell aus, was ich schon lange tun wollte und bisher immer noch nicht in die Wege geleitet hatte. Die Telekom bietet statt der [highlight]hier üblichen 3 Mbits 100% bessere Leistung[/highlight] an – fürs gleiche Geld. Die 6 Mbits nehme ich mir doch mit, wo ich aus Gründen doch nicht zu Netcologne wechseln will.

Heute kam also der neue Router. Der alte ging übrigens auch wieder … ;-) – wie sich nach dem Gespräch dann herausgestellt hat. Tstststs.

Die Einrichtung des Routers ging flott vonstatten. Aber ich hatte noch einige WLAN-Geräte anzupassen. Die laufen zum Teil über einen WLAN-Extender. Den musste ich nun resetten und neu installieren.

Zu ändern waren folgende Geräte:

  1. Notebook
  2. Apple-TV
  3. Amazon Fire Stick
  4. iPad
  5. Kindle
  6. 2 Smartphones
  7. Internetradio

Für 2, 3, 4 + 7 habe ich zusätzlich den WLAN – Extender eingerichtet. Jedesmal war die Eingabe des [highlight]16stelligen WLAN-Schlüssels[/highlight] erforderlich. Danach weiß man auch, was man getan hat. :lol: Aber ein Mindestmaß an Sicherheit muss sein.

„Downloadr“ – Download Manager für Chrome von Geisterhand gelöscht

Falls Ihr auch zu den Leuten gehört, denen heute auffiel, dass der geliebte Download-Manager für Chrome plötzlich „entfernt“ wurde, sucht nicht lange.

Ihr werdet im Chrome Web Store nicht fündig. Ich habe nicht mal einen Hinweis darauf gefunden, dass die Erweiterung gelöscht wurde.

[highlight]https://chrome.google.com/webstore/search/Downloadr%20-%20Download%20Manager%C2%A00.5.8?hl=de[/highlight]

Sie ist einfach futsch – ohne Angaben von Gründen! Ganz schön doof!

Diese Erweiterung war sehr nützlich, weil man mit ihrer Hilfe die letzten Download ansehen und im Ordner aufrufen konnte, ohne umständlich mit einem Dateimanager ins Download-Verzeichnis zu wechseln. Es gibt zwar Alternativen. Aber keine ist wie diese :-)

Was sind eigentlich die „berechtigten Anliegen der besorgten Bürger“?

Bei diesen Umfragen (s. unten), die ich mir sehr aufmerksam angehört habe, fiel mir zunächst vor allem die geradezu stoische Ruhe der Interviewer auf. Es war sicher nicht einfach, all diese zum Teil nur schwer erträglichen falschen Behauptungen und geäußerten Vorurteilen widerspruchslos anzuhören.

Aber es gab, jedenfalls in meinen Augen, in beiden Fällen – trotz aller zum Teil wirklich feindselig geäußerten Vorbehalte auch nachvollziehbare verständliche Argumente, die manche Politiker wohl als „berechtigte Anliegen besorgter Bürger“ bezeichnen werden.

Im Zapp-Beitrag fragte der Interviewer auch immer danach, woher die Leute ihre Informationen beziehen würden, nachdem sie ja übereinstimmend die mangelhafte Qualität der „Lügenpresse“ bemängelten.

Alle Interviewten sagten, dass sie weiterführende Informationen aus dem Internet beziehen. Leider waren nur wenige darunter, die ganz konkrete Quellen genannt haben. In zwei Fällen waren dies das Hassportal PI-News. Mit anderen Worten: die Leute, die am lautesten über die „Lügenpresse“ klagten, lobten und preisten die PI-News als eine wichtige Informationsquelle. Solche Erkenntnisse erschüttern mich ehrlich gesagt bis ins Mark. Zum Trost kann ich sagen, dass die Leute, die auf diese Quelle verwiesen schon ziemlich alt waren.

Ich hoffe, dass sich jüngere Teilnehmer von AfD-Demos Websites oder Blogs aussuchen, die etwas weniger stark auf Hass und Ablehnung von Muslimen, der deutschen links-versifften Gesellschaft und Europas setzen.

https://youtu.be/Cj2e5ebS2oM

 

Naidoo rausgeekelt – Auftrittsverbot wurde erfolgreich durchgesetzt

2 Petitionen und tausende von Empörten haben es geschafft, den NDR davon abzubringen, Xavier Naidoo zum ESC 2016 nach Stockholm zu schicken.

„Ich bin zutiefst erschüttert über die unglaubliche Hetze, die widerliche Heuchelei und den blinden Hass, für die es keinerlei Berechtigung gibt!“ Er habe in mehr als 20 Jahren nie das Gefühl gehabt, dass bei Naidoo „auch nur der Hauch eines antisemitischen, rassistischen, xenophobischen oder nationalistischen Sentiments existiert“. (Quelle)

— Marek Lieberberg (Konzertveranstalter „Rock am Ring“)

Die Knalltüten, die diesen Vernichtungsfeldzug initiiert haben, können sich jetzt entspannt zurücklehnen und das erwünschte Ergebnis feiern. Oder ist die Aufregung, wie sonst immer, längst wieder verraucht? Nun wenigstens die Hashtags #XavierNaidoo und #Eurovision stehen standen noch in den Top 10 der deutschen Twitter-Charts. Da sind, so scheint’s, doch einige erleichtert.

Die Namen, die ich den Empörten jetzt am liebsten geben möchte, verbietet mir meine Erziehung. Dass ich das, was die Netzgemeinde nun wieder angezettelt hat, hat was von angewendetem krankhaft gesteigerten Geltungsbedürfnis.

Dem eigenmächtigen Vorgehen des verhassten GEZ-Teils NDR und dem – wie verwirrend – farbigen Rechten, dessen Musikerqualitäten man zeitgleich eine gehörige Abfuhr erteilen konnte, hat „man“ eine Absage erteilt. So ist es in eurem Sinne. Schade, dass die damalige Petition und der Shitstorm nicht zur Entlassung von Markus Lanz geführt haben. Aber da wart ihr noch nicht so „schlagkräftig“.

Wer weiß, was jetzt kommt. Helene Fischer wird sich brav bedanken und dankend ablehnen. Aber die würde ja auch keiner wollen. Oder? Ich halte es für möglich. Schließlich glauben ja viele von „denen“, dass die im Vergleich zu Naidoo was kann. Muaaaah. Oder vermittelt das Internet da einen falschen Eindruck?

Worauf basieren die Vorhaltungen gegen Xavier Naidoo?

Xavier Naidoo hat ein Lied geschrieben. Seitdem gilt er als latent schwulenfeindlich. [highlight1]Schwulenfeindliche Rapper? Wie abgefahren ist das denn?[/highlight1] Das war im Sommer oder Herbst 2012. Seither steht der Vorwurf im Raum und wird immer, wenn es gerade passiert, hervorgeholt.

Der Mann mit den „fragwürdigen“ Botschaften ist in einer Morgenshow aufgetreten und hat was gesagt, was es mit Verzögerung in die sozialen Netzwerke geschafft hat. Ist ja so schwer nicht. Und Naidoo polarisierte wahrscheinlich auch schon vorher. Und wenn es nur seine Musik war, die man entweder klasse findet oder strikt ablehnt. Dafür reichen schon allein die christlichen Anklänge. Dafür ist deutsche Öffentlichkeit aber überhaupt nicht zu haben.

Was Naidoo zu den Vorwürfen sagte? Spielt das eine Rolle? Das kennen wir doch und das ist es auch, was mich dazu gebracht hat, meine Teilhabe an den asozialen Netzwerken zu beenden. Die Tweets, die überall über Naidoos „Nominierung“ zu lesen sind, sind von den deutschen Meinungsführern des „Kurznachrichtendienstes geprägt und die sind ja ach so witzig.

Immer wieder kehren sie zurück zu den ollen Kamellen, die wir inzwischen seit Jahren über Naidoo lesen können.

Halten wir fest: Es gibt diese Vorwürfe, die seit einigen Jahren nachwirken. Zwei davon werden sofort aktiviert, der 3. ist quasi die Dreingabe der Naidoo-Hasser.

1.) Ein Lied, das Naidoo 2012 mit dem Rapper Kool Savas veröffentlicht hat und das für viel Wirbel sorgte. Er wird seither als schwulenfeindlich bezeichnet.

2.) Er behauptete (angeblich bei verschiedenen Anlässen) Deutschland sei kein souveräner Staat, es gäbe keine Verfassung.

3.) Aus Punkt 2 erklärt sich für die Kritiker seine angebliche Nähe zu den so genannten „Reichsbürgern“. Im Herbst 2014 nahm er an einer Veranstaltung dieser rechten Gruppierung teil (s. Video) Seither wird Naidoo als Rechtsextrem angesehen.

Wikipedia

Dass Naidoos Verhalten davon zeugt, dass er ein politischer Mensch ist, der in dieser Eigenschaft über Parteigrenzen hinweg denkt und spricht, spielt für die Kritiker keine Rolle. Er kritisierte z.B. die Gründe für die Weltfinanzkrise 2007 und stellte Strafanzeige wegen Hochverrats gegen einige aus seiner Sicht Beteiligte wie Bundespräsident Horst Köhler und andere Regierungsmitglieder. Darüber mag man lächeln, ein Ausweis für eine strikte rechte Weltsicht ist das aus meiner Sicht nicht.

Klingt das nach Homophobie?

Im Mai 2015 unterzeichnete Naidoo einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem er die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare fordert.

Die ganzen ach so witzigen Twitterer, die nach der Meldung der ARD ihre geistvollen und beleidigenden Kurznachrichten über Xavier Naidoo auskippen soll der Teufel holen. Aber vielleicht lässt sich die gebeutelte ARD von diesem Shitstorm ja beeindrucken. Zum Glück gelingt das ja doch eher selten.