[Webmasterfriday] Dürfen virtuelle Existenzen lügen?

Wer sein Blogger-Hobby ernst nimmt, der wird für sich in Anspruch nehmen, seine Themen im Blog ernsthaft und wahrhaftig anzugehen und ebenso darüber zu schreiben.

Wie Hennig in seinem Beitrag zum Webmasterfriday schrieb, sind Satireblogs hiervon selbstredend auszunehmen. Auch wer fiktionale Geschichten veröffentlicht wird es mit der Wahrheit ebenfalls nicht ganz so genau nehmen – jedenfalls nicht in seinen Geschichten. :lol:

Medien berichten, bewerten und helfen uns, Informationen einzuordnen?

Ein angesehener Journalist, der heute längst nicht mehr aktiv ist und dessen Name mir leider entfallen ist, hat mal behauptet, er sei sicher, dass gute Journalisten ausschließlich Informationen und keine Meinung verbreiten. Das gelte insbesondere auch für ihn persönlich.

Diese Aussage habe ich deshalb nie vergessen, weil ich sie für ausgemachten Quatsch halte. Früher schon und heute sowieso.

Es war ein hehrer Anspruch, über den mit mir viele in diesen Internetzeiten ihre Mundwinkel kräuseln werden. Wir wissen, dass das Metier des Journalismus sich längst nicht auf die reine Vermittlung von Informationen beschränkt.

Nicht nur die öffentlich-rechtlichen Medien stehen unter strenger Aufsicht einer über alle Maßen kritischen Öffentlichkeit, sondern eigentlich alle, die noch irgendwie zu den Mainstream-Medien gerechnet werden.

***

Aber wie objektiv und ehrlich sind wir Blogger?

Die Frage an uns Blogger, wie ehrlich wir in unseren Blogs sind, darf für meine Begriffe ruhig auf diese Ebene gehoben werden? Ein Vergleich mit „den Medien“, die oft so schlecht wegkommen, muss erlaubt sein!

Ist es vermessen zu fragen wie sich unsere Herangehensweise als Blogger an einen Artikel von professioneller journalistischer Arbeit unterscheidet? In vielerlei Hinsicht mag das vermessen sein. Viele von uns stecken in die Recherche kaum Zeit und Mühe. Wir sitzen vor unseren Geräten und erstellen unsere Texte. Manche machen das sehr gut, manche weniger.

Wir nehmen uns die Freiheit und das Recht zu publizieren. Das tun Journalisten unter anderen Voraussetzungen ebenso. Ich glaube, das macht für viele den Reiz des Bloggen aus.

Die Einschränkungen / Unterschiede

Kennt nicht jeder von uns zahlreiche Blogs, die seit Jahr und Tag ihre speziellen Sicht von Wahrheit verbreiten? Nicht nur die sozialen Medien haben ihren unseligen Anteil an der schlimmen Verrohung unserer Diskussionskultur. Blogs sind daran ebenfalls beteiligt. Es wäre auch merkwürdig, wenn es anders wäre, denn schließlich gibt es Blogger schon länger als die großen sozialen Netzwerke.

Es wäre aus meiner Sicht wünschenswert, würden wir uns alle einem gewissen Ethos verpflichtet fühlen.

Wahrscheinlich wären weitaus weniger Vorurteile gegen Flüchtlinge in der Welt und die Hysterie im Land um ein Vielfaches geringer. 

Es sind sehr viele kritische, in meinen Augen auch unerhörte, widerliche Texte. Deren Anzahl scheint seit Monaten zu überwiegen, und nach Köln besonders stark. Kaum etwas hat mich emotional stärker berührt, als die Veränderungen, die ich in der deutschen Öffentlichkeit während der letzten Monate beobachtet habe.

Ich bin einer von denen, die zu schnell dazu bereit sind, anderen Menschen eine miese Gesinnung und Schlimmeres zu unterstellen. Das nur deshalb, weil sie eine andere Meinung vertreten. Bestimmt merken LeserInnen das meinen Artikeln hier im Blog an. Wie stelle ich es an, die Fähigkeit zur Differenzierung zu erhalten, um überhaupt eine Chance zu haben, die Wahrheit in den Unmengen dieser mir so absolut fremder Aussagen zu finden? Es ist nicht schön, als blöder links-versiffter Gutmensch und Naivling bezeichnet zu werden.

Sollte eine Grenzziehung möglich sein, die sich auf ein einfaches Richtig oder Falsch begrenzt? Warum nicht? Ist es nicht unsere Pflicht, Menschen in Not zu helfen? Das heißt nicht, jede Restriktion abzulehnen oder nicht darauf zu bestehen, dass unsere Regeln für alle Menschen gelten, die in unserem Land leben (möchten).

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Vielleicht fragen Sie sich, was hat dieses Thema überhaupt mit der Frage zum Webmasterfriday zu tun? Die Frage danach, ob wir ehrlich sind, hat insbesondere mit diesem brandheißen Thema so gut wie alles zu tun. Es könnte die Nagelprobe dafür sein, wie wir es tatsächlich mit der Frage halten. Sind wir ehrlich oder nicht?

Ganz ehrlich: Mir wäre es am liebsten, alle Blogger würden ihre Haltung zu diesem Thema klar und deutlich äußern. Mit möglichst verständlichen Argumenten und mit Abwägungen, die jedem Leser die Position der Autorin oder des Autors vermittelt.

Hier im Netzexil tut sich nur noch sehr wenig. Kaum Leser, fast keine Kommentare. Da gibts mehrere Möglichkeiten. Eine ist, der Flüchtlingskram interessiert keinen. Die andere wäre, ich schreibe so beschissen, dass sich die Lektüre keiner zumuten will. Oder aber, meine Meinung zu diesem anstrengenden Thema entspricht so überhaupt nicht dem, was Sie darüber denken.

Mit diesem kleinen Exkurs offenbart sich, wie schwierig sich die Frage nach der Ehrlichkeit in Blogartikeln darstellt, jedenfalls bei sehr kontroversen Themen.

Noch mehr lesen? Noch mehr Information? 

Wir alle sind vermutlich sehr sicher, dass wir uns der Wahrheit verpflichtet fühlen. Keiner der Blogger, die sich am Webmasterfriday beteiligt haben, wird das für sich infrage stellen wollen. Aber inwieweit sind wir wirklich frei davon, unsere eigene, private Sicht der Dinge über unsere Artikel direkt oder indirekt rauszuhauen und dafür in Kauf zu nehmen, auch mal Fünf gerade sein zu lassen? Sind wir wirklich ehrlich und ist Ehrlichkeit immer identisch mit Wahrheit? Natürlich ist sie das nicht.

Verschwenden wir Gedanken daran, welche Wirkung unser Text draußen haben wird? Logisch, diese Frage hat viel mit der Reichweite unserer Blogs zu tun. Es macht einen Unterschied, ob in meinem Blog mit ein paar Tausend Besuchern im Monat etwas Kritisches über Flüchtlinge steht oder ob braune oder linke Hetzblogs im Internet ihre Lügen und Fantastereien ihren Fangemeinden anbieten, die zigtausendfach größer ist.

Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ in seinen Variationen verfängt jedenfalls immer stärker. Wir wissen, dass vieles, was an Fehlleistungen der Mainstream-Medien öffentlich geworden ist, unsere Skepsis verstärkt hat. Die damit verbundene zusätzliche Verunsicherung vieler Menschen und die Komplexität globaler Prozesse entwickelt eine eigene Dynamik.

Es kommt mir so vor, als stünden bestimmte Medien in permanentem Verdacht, alles falsch zu machen. So einseitig und überkritisch sind die Urteile, die in den sozialen Medien und in einigen Blogs verbreitet werden, dass eine neutrale Orientierung und Betrachtung vieler Themen immer schwerer wird. Manche sind damit derart überfordert, dass sie vielleicht auch deshalb so oft von „Lügenpresse“ sprechen und schreiben.

Ist die Zeile „AddHandler php70-cgi .php“ in der .htaccess ein Turbo?

Kürzlich informierte mein Provider allinkl.com die Kunden, dass PHP 7 unterstützt werde. Diese Information habe ich nicht groß beachtet bis ich bei Hennig Uhle auf diesen Artikel stieß: „Soll ich jetzt meinen WordPress-Blog mit PHP 7 betreiben? › Henning Uhle“ | Klick

Also habe ich meine .htaccess – Datei um diese Zeile ergänzt: AddHandler php70-cgi .php

Vielleicht bilde ich mir das ein. Aber ich finde, dass sich die Änderung spürbar auswirkt.

Das Thema Blogperformance hat mich in letzter Zeit nicht sonderlich interessiert. Die Wechsel und Gestaltungsexperimente zwischen den 3 WordPress-Themes, die ich hier favorisiert habe, machten mehr Spaß.

Als ich vor einigen Tagen eine Messung mit dem Speed-Tool von Pingdom gemacht habe, war ich mit dem Wert nicht unbedingt zufrieden. Der zeitliche Verlauf macht deutlich, was ich meine.

[symple_highlight color=“blue“]Ich weiß, dass es auch viele andere gute Tools gibt, die schlechtere Werte zeigen :-) Ich will euch nur Arbeit ersparen :-) [/symple_highlight]

Zeitlicher Verlauf der Messergebnisse bei Pingdom
Zeitlicher Verlauf der Messergebnisse bei Pingdom

Wegen meiner Experimentierfreudigkeit habe ich die Cache-Funktionen (Plugins) abgeschaltet. Die .htaccess-Inhalte habe ich unverändert gelassen (s. ganz unten).

Bei dem momentan eingesetzten ganz wunderbaren Theme von MH-Themes (MH Magazine) gefällt mir sehr, dass unter vielen tollen Features die Nutzung von Fotos bzw. deren responsive Darstellung excellent funktioniert. Es sind manchmal Kleinigkeiten bei anderen Themes, die mich in dieser Hinsicht nicht zufriedenstellen. Da werden sogar Featureimages runter- oder heraufskaliert. Ich muss aber ehrlicherweise dazu anmerken, dass meine Nörgelei auch auf Verständnisprobleme zurückgehen können. Ich kann kein Englisch.

***

Kürzlich wurde beim Webmasterfriday die Frage gestellt, wie Blogger mit den archivierten, bzw. zum Teil alten Artikeln (Blogarchiv) umgehen. Eine wirklich überzeugende Lösung habe ich nicht gefunden.

Plugins, die Archivinhalte – schön gestaltet – auflisten, gibt es einige. Sie laufen performancemäßig nicht so toll. Großen Mengen von Artikeln brauchen lange, bis der Leser die Ausgabe vollständig angezeigt erhält. Diese Plugins machen meiner Erfahrung nach nur Sinn bei einer kleineren Anzahl von Artikeln.

Ich präferiere den Einsatz von 2 Widgets, mithilfe derer die Top-Artikel (nach Views oder Kommentaren) für unterschiedliche Zeiträume ausgegeben werden. Allerdings wird auch das nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Allzu viele Widgets, die am Ende nur viele Abfragen erzeugen, sollte man IMHO nicht einsetzen. [einruecken][highlight]Schließlich können sich die Leser über die Suche, über Sitemaps oder Kategorien und Tags ausreichend komfortabel informieren. [/highlight][/einruecken]

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Einen einzigen Artikel, den ich einmal für den Webmasterfriday geschrieben habe, habe ich prominent verlinkt. Er verbirgt sich im 1. Menü (ganz oben) hinter dem Eintrag „über mich„. Man kann Artikel, die einem besonders am Herzen liegen, manuell in einem Widget zusammenstellen. Also einfach eine manuelle Linkliste anlegen bzw. sie ins Text-Widget packen. Aber das ist doch ziemlich viel Aufwand.


Das Thema Flüchtlinge beschäftigt mich sehr. Liest jemand im Blog einen Artikel aus der Kategorie „Flüchtlinge“ wird in der linken Sidebar eine Leseempfehlung der kommentarreichsten Artikeln dieser Kategorie ausgegeben. Das bewerkstellige ich mithilfe des Plugins „Widget Logic“ und den spezifischen Parametern.

***

Wer allerdings zu viele solcher Angebote platziert, stößt schnell auf das Problem, dass die Zahl der HTTP Requests oder Datenbankabfragen ansteigt. Hierdurch wird die Ladezeit eines Blogs sich nicht verbessern!

Allerdings bringt IMHO eine gute Komprimierung der im Blog verwendeten Fotos deutlich mehr als auf die HTTP Requests zu achten oder auf Datenbankabfragen.

Das bekommt man eindrucksvoll vor Augen geführt, wenn man zum Testen Pagespeed Insight von Google benutzt.

Viele quälen sich mit den Maßgaben, die laut Google zum Erfolg führen sollen, einigermaßen herum. Ich mache das nicht mehr! Die Bilder werden komprimiert, zudem verwende ich im Blog das Plugin „EWWW Image Optimizer„.

Tante Google reichen diese Maßnahmen aber nicht. Führt man eine maximale Komprimierung der von Google angemeckerten Bilder durch und startet den Text erneut, ist von den positiven Auswirkungen überrascht – ich war es jedenfalls. Die Maßnahme bringt es. Aber, wie gesagt, der Aufwand…

Denn was bedeutet das für die Zukunft? Nun — bei einem Wechsel des Themes ist zumindest mal ratsam, Plugins wie „Force Regenerate Thumbnails“ oder „Regenerate Thumbnails“ den gesamten Fotobestand „überarbeiten“ zu lassen. Meiner Erfahrung nach, habt ihr nach einem solchen Wechsel das Problem mit Google Pagespeed erneut an der Backe.

Ich tue mir das nicht mehr an. Ludger hat es erst kürzlich sehr erfolgreich gemacht.

Ich gebe mich (vorerst) damit zufrieden:

Letzte Messung Pindom
Letzte Messung Pindom

Hier noch wie versprochen der Inhalt meiner .htaccess-Datei:

[symple_toggle title=“.htaccess“ state=“closed“]AddHandler php70-cgi .php

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} !FeedBurner [NC]
RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} !FeedValidator [NC]
RewriteRule ^feed/?([_0-9a-z-]+)?/?$ http://feeds.feedburner.com/NetzexilRssFeed [R=302,NC,L]

php_value memory_limit 512M
php_value post_max_size 32M
php_value upload_max_filesize 32M
php_value max_execution_time 300
php_value max_input_time 300
php_value session.gc_maxlifetime 86400

ExpiresActive On
ExpiresDefault „access plus 1 days“
ExpiresByType text/html „access plus 5 minutes“
ExpiresByType text/xml „access plus 6 hours“
ExpiresByType text/css „access plus 1 weeks“
ExpiresByType text/javascript „access plus 1 weeks“
ExpiresByType application/javascript „access plus 1 weeks“
ExpiresByType application/x-javascript „access plus 1 weeks“
ExpiresByType text/ecmascript „access plus 1 weeks“
ExpiresByType image/gif „access plus 1 years“
ExpiresByType image/png „access plus 1 years“
ExpiresByType image/jpeg „access plus 1 years“
ExpiresByType image/ico „access plus 1 years“
ExpiresByType image/icon „access plus 1 years“
ExpiresByType image/x-icon „access plus 1 years“
ExpiresByType video/x-flv „access plus 1 years“
ExpiresByType video/quicktime „access plus 1 years“
ExpiresByType application/x-shockwave-flash „access plus 1 years“
ExpiresByType application/pdf „access plus 1 years“

# gzip Compression if availiable
AddEncoding gzip .gzip

AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE text/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-shockwave-flash

# Add correct content-type for fonts
AddType application/vnd.ms-fontobject .eot
AddType font/ttf .ttf
AddType font/otf .otf
AddType font/x-woff .woff
AddType image/svg+xml .svg
# Compress compressible fonts
AddOutputFilterByType DEFLATE font/ttf font/otf image/svg+xml
# Add a far future Expires header for fonts
ExpiresByType application/vnd.ms-fontobject „access plus 1 year“
ExpiresByType font/ttf „access plus 1 year“
ExpiresByType font/otf „access plus 1 year“
ExpiresByType font/x-woff „access plus 1 year“
ExpiresByType image/svg+xml „access plus 1 year“
# Begin WordPress

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ – [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]

#End WordPress
#EWWW IMAGE Optimizer

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_ACCEPT} image/webp
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} (.*)\.(jpe?g|png)$
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME}\.webp -f
RewriteRule (.+)\.(jpe?g|png)$ %{REQUEST_FILENAME}.webp [T=image/webp,E=accept:1]

Header append Vary Accept env=REDIRECT_accept

AddType image/webp .webp
#EWWW IMAGE Optimizer
# BEGIN WordPress

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ – [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]

# END WordPress

[/symple_toggle]

Junge Frau mit Hund und Falke

Die letzten Tage sind, was das Wetter anlangt, mal wieder kölner-bucht-mäßig. Lauwarm und naß. So wie wir es nicht gern haben. Unter Winter stellen sich die meisten wohl was anderes vor. Ein paar Tage davor gab er eine Stippvisite. Ich war mit der Kamera unterwegs. Es war schön, klare, reine und kalte Luft zu atmen.

Während eines Spazierganges begegnete mir eine junge Frau. Ich schätze, sie war nicht älter als 20 Jahre. Wie ich war sie allein unterwegs – aber nicht ganz. Sie führte einen großen Hund mit sich und auf ihrem Arm saß ein Falke.

Obwohl ich meine Kamera dabei hatte und die Kombination (Frau, Hund und Falke) hier nicht wirklich häufig vorkommt, habe ich nicht reagiert.

Ich grüßte freundlich, vergaß aber prompt, sie um ein Foto zu bitten. Und das nennt sich nun Blogger! Das Foto wäre doch wirklich das mindeste gewesen.

Ich behaupte mal, ein echter Blogger hätte ganz bestimmt versucht, ihr die Geschichte zu diesem Spaziergang abzuluchsen und darüber zu berichten. Oder halt wenigstens ein Foto zu erhaschen, um wenigstens dieses zu posten.

Ich habe halt noch viel zu lernen.

[Webmasterfriday] (M)ein Leben ohne Internet?

Es ist verrückt, wie widersprüchlich meine Gefühle sind, wenn es um meine Einstellung zum Internet geht. Einerseits empfinde ich die uns damit gegebenen Möglichkeiten als Bereicherung meines Lebens.

Das hat wohl weniger damit zu tun, dass das Web inzwischen alle Lebensbereiche erreicht und durchdrungen hat als vielmehr damit, dass uns mit dem Internet Chancen an die Hand gegeben wurden, die mit dem griffigen Schlagwort der „digitalen Revolution“ nicht hinreichend beschrieben sind.

***

Als Blogger ist es naheliegend, dass ich insbesondere die Möglichkeit schätze, unabhängig, also frei von jedwedem Zwang, publizieren zu können.

Andererseits belasten mich die Schattenseiten des Internets. Das habe ich hier einigermaßen häufig thematisiert. Die negative Sicht auf die Entwicklung des Internets überwiegt bei mir immer mehr.

Martin fragt zum heutigen WebmasterfridayWas würdest Du tun, wenn es kein Internet gäbe? Diese Frage hat für mich hohe Aktualität, weil ich darüber nachdenke, neben meinen Aktivitäten in den so genannten sozialen Netzwerken, die ich weitgehend im Oktober 2014 aufgegeben habe, auch meine Bloggerlaufbahn zu beenden.

Gerade eben hat mir die Telekom eine Verdopplung auf 6 Mbits spendiert :-) Der Zeitpunkt, um Netzexil.de und die 9 anderen Inkl.-Domains zu kündigen, wäre nicht nur unter diesem Aspekt schlecht gewählt. Ich habe für meine(n) Blog(s) eine ganze Reihe verschiedener Themes und Plugins, für die ich Geld ausgegeben habe. Einerseits würde ich bei meinem Hang zu Neuem also sicher Kohle einsparen, andererseits aber auch bereits getätigte „Investitionen“ zwangsweise abschreiben müssen.

Einfach nicht mehr bloggen.

Ich „kenne“ einige, die das – manchmal zu meinem Leidwesen – von heute auf morgen getan haben. Bis heute sind sie auch an anderer Stelle nicht mehr als Schreiber in Erscheinung getreten. [highlight1]Für mich lautet die krasse Erkenntnis: man kann also wirklich ohne Blog leben. [/highlight1]

Seit 1996 hatte ich zunächst lockeren (BTX) und mit und mit verstärken (Modem) bis permanenten Kontakt mit dem Internet. An das Gezirpe des Akkustikkopplers kann ich mich kaum mehr erinnern und an die Ansage „Sie haben Post“ auch nicht mehr so sehr. Wohl allerdings daran, wie quälend langsam das früher vor sich ging.

Ich war dabei und der Einfluss der Wunderkiste Internet auf mich wurde von Jahr zu Jahr stärker.

Kein Internet?

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Wenn das Internet mal ausfällt bin ich unausstehlich – sagt meine Frau. Es ist egal, ob der Provider schuld ist oder ob die Hardware einen Knall hat. Wenn ich den Schuldigen dafür ausmache, ist er fällig. In diesem Fall kann ich richtig unangenehm werden. Das hat pathologische Züge.

Musikhören, Lesen, Video’s gucken, TV, Bilder bearbeiten – all das manchmal gleichzeitig. Ohne Internet wäre das nicht drin. Das alles möchte ich nicht mehr missen. Statt der längst so selbstverständlich gewordenen E-Mail oder What’s-up-Nachricht an Freunde und Bekannte wären wir auf Telefonate oder SMS beschränkt.

Wie schön also, dass das Internet längst voll mobil geworden ist. Ich sitze zwar am liebsten in meiner Schreibtischecke und bastle am Blog herum, wenn ich gerade nicht weiß, was ich schreiben soll. Aber ich weiß die Möglichkeiten von Tabletts oder Smartphones unterwegs ebenso zu schätzen. Dabei gehöre ich allerdings nicht zu denen, die permanent mit gesenktem Haupt durch die Straßen laufen, weil sie die Augen nicht vom Smartphone abwenden mögen. Aber beim Friseur, im Wartezimmer, als Beifahrer, im Bus oder im Cafe. Die neusten Nachrichten sind nur einen Griff in die Hosentasche entfernt. Sogar beim Waldspaziergang habe ich es fertig gebracht, das Smartphone zu befragen oder ein paar Sprachnotizen aufzunehmen, damit ich den Gedanken nur ja nicht vergesse.

Es fällt mir wirklich schwer, mir (m)ein Leben ohne Internet vorzustellen. Ich schaue immer noch die Nachrichten (nur bei den öffentlich-rechtlichen Sendern) und lasse mich diesbezüglich nicht beirren. Trotzdem lese ich sehr viel im Internet. Sogar da, wo ich mir das Lesen fast physische Schmerzen bereitet. Nein! Nicht deshalb, weil dort eine andere Meinung vertreten wird. Weil andere Meinungen dort nicht mehr erwünscht und sogar gar nicht mehr zugelassen werden.

Vielleicht wird das Internet zum Totengräber der Demokratie.

Diese Sorge habe ich manchmal. Es ist längst nicht mehr so, dass ich – wie anfangs – daran glaube, dass es den Demokratien frischen Atem verleihen wird.

Ich tröste mich damit, dass es ja doch etwas anderes ist, ob man sich im Internet zu gesellschaftlichen Fragestellungen äußert oder im wahren Leben. Mancher Soziologe wird vielleicht dabei bleiben, dass das Internet nur ein Spiegel der Gesellschaft sei und meine Sicht als widerlegt betrachten. Dann wäre es umso schlimmer. Denn die Wechselwirkung zwischen all dem Schmutz, der im Internet kursiert und dem Verhalten von Menschen im wahren Leben ist vermutlich nicht mehr zu bestreiten.

Das Internet mit seinen Schattenseiten wie Pornografie, Cyberkriminalität oder den von mir als besonders schlimm wahrgenommenen verbalen Auswüchsen ist Bestandteil unseres Lebens. Übrigens wohl vor allem deshalb, weil es längst einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt.

***

Andere Beiträge zum Webmasterfriday:

[symple_accordion][symple_accordion_section title=“Breakpoint“]

Wenn von heute auf morgen kein Internet mehr verfügbar wäre, würde mich das schon hart treffen. Aber ich glaube, dass ich mich wieder daran gewöhnen würde. Vor zwanzig Jahren ging es schließlich auch.Quelle: Elfhundertdreiundsechzig | breakpoint | LINK

 

[/symple_accordion_section][symple_accordion_section title=“Henning Uhle“]

Ich glaube, viele Leute wären unleidlich, wenn man ihnen Facebook und Google und was auch immer wegnehmen würde. Ich würde mich auch unwissend fühlen, wenn ich ganz plötzlich nicht mehr meine Kanäle in den sozialen Netzwerken und Nachrichtenströmen hätte, um mich zu informieren. Aber es würde gehen.Quelle: Webmaster Friday – Kein Internet › Henning Uhle | LINK

 

[/symple_accordion_section][symple_accordion_section title=“Marcel Rudolph“]

Ansonsten aber wäre es von heute auf morgen recht schwierig ohne Internet und Smartphone zu leben. Wie kriegt man schnell mal wichtige Infos raus? Muss man sich wohl wieder den Brockmann zu legen, falls es schnellstmöglich neue Versionen gibt…Quelle: Webmaster Friday: Wenn das Internet verschwindet | LINK

 

[/symple_accordion_section][symple_accordion_section title=“OSTWESTF4LE“]

Auf dem Weg ins Büro bleibt eins gleich: ich kann mein Buch lesen. Ja, ein echtes Buch, kein Kindle oder via App auf dem Smartphone. Auch heute noch lese ich Bücher und freue mich über die Haptik. Allerdings gibt es auch kein Einchecken via Swarm und kein Status-Update für meine Follower auf Twitter oder Freunde auf Facebook – eine Tatsache, die durchaus entspannt sein kannQuelle: Was würdest Du tun, wenn … > Blogparade > Digital Detox, Internet, Offline, Webmaster Friday | LINK

 

[/symple_accordion_section][symple_accordion_section title=“Blog-Test24″]

Es gibt eigentlich keinen Tag, an dem der Pc bei uns zu Hause aus bleibt. Und selbst im Urlaub bin ich manchmal im Internet unterwegs. Ein ohne Internet wäre für mich derzeit nur schwer vorstellbar und würde mir einiges an Lebensqualität nehmen.Quelle: Ein neues Webmaster Friday mit einem spannenden Thema › Blog-Test24.de | LINK

 

[/symple_accordion_section][symple_accordion_section title=“TmoWizard’s Castle“]

Ich bin also ohne Computer und Internet aufgewachsen, außerdem liebe ich die freie Natur. Ich bin zwischendurch auch mal mit dem Zelt unterwegs und war auch schon obdachlos, da gibt es kein Internet! Außerdem hätte ich da noch was Anderes auf Lager, nämlich meine alte Mailbox! Ich würde also versuchen, daß ich wieder auf ISDN umsteigen kann. Die Dinger funktionieren nämlich über die normale Telefonleitung und verwenden ein eigenes Protokoll, Internet ist hierfür nicht notwendig!Quelle: Webmaster Friday: Ein Leben ohne Internet! « TmoWizard’s Castle | LINK

 

[/symple_accordion_section]

[/symple_accordion]

Ich, der Troll komme nicht durch bei Welt Online

Vielleicht ist es ja auch gut so, dass die zuständigen Leute in der Redaktion meine Kommentare zu gewissen Artikeln mit aktuellem Bezug offenbar grundsätzlich löschen. Wahrscheinlich würden sie vielen der Leserinnen und Leser sowieso nicht gefallen.

Manchmal geht mir das aber auch gewaltig auf den Keks. Heute zum Beispiel.

Wie im Intro des „Welt Online-Artikels“ beschrieben sind die Reaktionen in den Sozialen Netzwerken auf die Meldungen der sexuellen Übergriffe zu Sylvester in Köln auf gewohnt niedrigem Niveau. Die besorgten Bürger haben einmal mehr Oberwasser und sie nutzen die Gunst der Stunde.

So wütend ich selbst über das bin, was in Köln passiert ist, so klar war es von Anfang an, dass der deutsche Mob es sich nicht nehmen lassen wird, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und aus vollem Hals gegen Flüchtlinge und alles, was ihrer Meinung nach damit zu tun hat, zu hetzen.

Mancher Politiker meint, wir anderen, also die Leute, die in den Augen des rechten Mobs linksgrünversiffte Gutmenschen sind, dagegenhalten sollten. Ich habe das in den sozialen Netzwerken getan. Aber dann im Oktober letzten Jahres habe ich aus Gründen des Selbstschutzes meine Accounts bei Google+ und Facebook gelöscht.

Seitdem versuche ich meine Kommentare woanders zu schreiben. So zum Beispiel bei „Welt Online“.  Die Redaktion scheint mich aber als Troll identifiziert zu haben, so dass meine Kommentare (ich glaube fast grundsätzlich) gelöscht werden. So auch heute.

Das sind die Kommentare, die ich zu anderen Kommentaren, die sich auf diesen Artikel bezogen, geschrieben habe und die prompt wieder gelöscht wurden:

Leserkommentare.... entfernt.
Leserkommentare…. entfernt.

Die Aussagen waren zugegebenermaßen nicht so sehr substanziell. Aber so schlimm, dass die Redaktion sie entfernt, waren sie aus meiner Sicht nun auch nicht.

Was meint ihr dazu?

[WMF] Wie gut ist WordPress?

[intro]Ich schicke voraus, dass ich mit alternativen Blogsystemen keine Erfahrungen habe. Ich kenne einige oberflächlich, weil ich damit herumexperimentiert habe. Aber eine vergleichende Bewertung kann ich insofern nicht vornehmen.[/intro]

Ich könnte allerdings behaupten, dass WordPress mir zum Zeitpunkt meiner ersten Berührungen mit dem System „alternativlos“ zu sein schien. Aber ich will nicht herummerkeln.

Vor Jahren habe ich intensiv (Officetipps) mit Joomla gearbeitet. Dieses CMS hat, wenn ich es richtig weiß, von jeher Blogfunktionen an Bord gehabt. Aber trotz meiner Erfahrungen mit diesem System hätte ich für meine Blogs nie etwas anderes in Erwägung gezogen als WordPress. Und zwar seit den ersten Versionen, mit denen ich zu tun hatte.

Wie zufrieden seid ihr damit?

Kurzum, ich teile die mitunter vorgebrachten leisen, doch vernehmlichen Kritiken an diesem Blogsystem überhaupt nicht! Ganz im Gegenteil. Ich schätze WordPress als zuverlässiges und aus meiner Sicht bestens durchdachtes System, das mir persönlich kaum Schwierigkeit bereitet hat.

Wenn ich als Blogger mit technischen Problemen konfrontiert wurde, ging das in den seltensten Fällen auf die Kappe von WordPress. In diese Bewertung beziehe ich die wunderbaren Themes (Freie und Premium) ausdrücklich ebenso mit ein wie die fantastischen Plugins.

[blue_box]

Bei den unzähligen Autoren/innen sollte sich unsere Community mindestens einmal wöchentlich bedanken.

[/blue_box]

Die universellen Möglichkeiten, die uns dieses Blogsystem in seiner aktuellen Version (4.4) zur Verfügung stellt, sind schon ziemlich umfassend. Die Einfachheit des Systems macht es auch Anfängern sehr leicht. Man darf sich also ruhig trauen, einen selbstgehosteten Blog zu starten. Viele Hoster bieten automatische Installationen von WordPress aber auch Blogsoftware-Alternativen an. Innerhalb weniger Minuten ist die Installation erfolgt und das Bloggen kann sofort losgehen.

Geeignete Themes und Plugins sind am Markt in Hülle und Fülle vorhanden. Ich kann mir inzwischen vorstellen, dass man kaum noch Herausforderungen findet, die nicht mittels Plugins (gratis oder mit überschaubaren Kosten) zu lösen wären. Aber das ist natürlich letztlich auch eine Frage des Anspruchs.

Habt ihr Grundkenntnisse in PHP, CSS und Javascript, die ihr für Euren Blog benötigt?

Ja, ich mache ein bisschen was mit PHP und CSS. Was ich mache, ist wenig professionell aber dafür leidenschaftlich. Was ich weiß, habe ich mir selbst angeeignet. Bei Javascript hört es allerdings auf. Dennoch kann ich sagen, dass ich mithilfe der im Netz überall frei zugänglichen Tutorials oder über Forenbeiträge kleinere Anpassungen in Javascripts erfolgreich durchgeführt habe. Natürlich muss man dafür etwas Zeit und Geduld aufbringen. Aber es geht.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, die WordPress-Organisation oder die Community zu unterstützen – dafür, dass sie Euch so ein System kostenlos zur Verfügung stellen?

Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Ich wäre grundsätzlich allerdings dazu bereit. Schließlich unterstütze ich seit Jahren auch die regelmäßigen Sammelaktionen von Wikipedia. Ich leiste auch gern einen finanziellen Beitrag für Plugin- oder Tool-Anbieter, die – ich wiederhole mich – oft eine wunderbare Arbeit leisten.

***

Wenn ich die Ausstattung mit Plugins fürs Backend (Editor u.s.w.) und die somit zur Verfügung stehenden Funktionen betrachte, empfinde ich die ab und an zu vernehmenden Kritiken als etwas kleinlich. Vor allem deshalb, weil wir diese wunderbare Basis und viele zusätzliche Tools doch zudem absolut kostenlos und frei Haus geliefert bekommen.

Die Frage danach, ob ich mir je Gedanken über Alternativen zu WordPress gemacht habe, kann ich also mit einem [highlight]schnellen und überzeugten NEIN[/highlight] beantworten.

Schön, dass Martin mir mit seinem heute gesetzten Thema beim Webmasterfriday Gelegenheit gegeben hat, das ganze wunderbare Projekt WordPress nochmal so zu loben wie es sich gehört. Dafür hat mich keiner bezahlen müssen. :lol: