ARD/ZDF – Programm: Zum Glück habe ich das Internet

Immer habe ich zu den öffentlich-rechtlichen Sendern gehalten, wenn ich die zum Teil unflätige Kritik in Blogs oder sozialen Netzwerken gelesen habe. Aber in diesem Jahr hat mich das „Sommerprogramm“ (das nun wirklich keines war!) total angenervt.

Vorbei die Zeiten, wo die Programmverantwortlichen von ARD und ZDF wenigstens versucht hat, kreativ zu sein und dem Zuschauer ein Angebot in der Sommerzeit gemacht haben.

Da wurden z.B. mehrere Filme zur Auswahl gestellt und man konnte per TED den Film wählen, den man an lauen Sommerabenden gucken wollte. So etwas fällt den öffentlich-rechtlichen Sendern heutzutage gar nicht mehr ein.

Ich glaube, jetzt läuft die letzte Ferienwoche an. Übernächste Woche sind damit wohl im gesamten Bundesgebiet die Ferien zu Ende.

Ob ab dem nächsten, spätestens übernächsten Wochenende ARD und ZDF die Wiederholungen endlich stecken lassen werden? Fast kein Abend am Wochenende, in denen seit Monaten nicht ausschließlich Wiederholungen gelaufen wären.

Die Pilchers und Katie Fjords sind schon in der Erstausstrahlung nicht immer leicht zu ertragen. Aber die Zwangssichtung der zweiten und dritten Wiederholung kommen einem Martyrium gleich.

Gestern las ich, dass die ARD einen zusätzlichen Finanzbedarf in beträchtlicher Höhe angemeldet hat.

Wofür bitteschön? Haben sich die Herren Direktoren ihre Gehälter erhöht und machen nun Lücken in ihren Haushalten aus?

Das Filmangebot selbst kann nicht der Kostentreiber sein. Die Betriebskosten für die Ausstrahlung dieser elenden, langweiligen Wiederholungen werden außer ein paar Lizenzen und bisschen Strom nicht viel kosten. Deshalb tun sie ja auch, was sie tun.

Als ich noch jünger war, war mir das TV-Programm egal. Die Interessen lagen auf ganz anderen Gebieten. Jetzt bedaure ich die Älteren (also auch mich selbst), dass wir auf solche TV-Angebote „angewiesen“ sind. Angewiesen? Ja, denn die Privaten sind ja auch nicht besser.

Aber zum Glück -muss ich jetzt mal sagen- gibt es ja das Internet. Bei Amazon und anderen Anbietern kann man bessere Unterhaltung für kleines Geld bekommen als bei unseren öffentlich-rechtlichen Grundversorgern.