Deutsche Bank mit schlechter Eigenkapitalrendite

„Kaum“ ist Ackermann weg, schmelzen auch seine Rendite-Träume wie Speiseeis an der Copacabana. Der Gewinn der Bank ging im 3. Quartal um 94% zurück. Das ist mal eine Entwicklung, die selbst ein Bankhaus mit einer Bilanzsumme von über 2 Billionen Euro (ungefähr so hoch sind übrigens unsere derzeitigen Staatsschulden!) nicht unbeeindruckt lassen dürfte.

Aber die Methode, mit der Ackermann die Entwicklung der Eigenkapitalrendite durchsetzte, wird das „neue“ Management garantiert auch beherrschen.

Die schlechten Zahlen des abgelaufenen Quartals wurden mit einem „beschleunigten Abbau von Risikopositionen“ begründet. Die Verantwortlichen für diese „Risikopositionen“ sind es erwartungsgemäß jedoch wieder nicht, die ihren Arsch für die Verluste herhalten müssen. Wie lange es wohl noch dauert, bis in Frankfurt das nächste strikte Sparprogramm aufgelegt wird und wie viele Angestellte diesmal betroffen sein werden?

Ärgerlich, dass solche Nachrichten sogleich die Verteidiger der freien Kräft des Marktes auf den Plan rufen. Um zum Beispiel daran zu erinnern, wie viel schlechter die staatlichen Banken gewirtschaftet haben. Das mag sehr wohl eine sachlich begründete Position sein. Diese Tatsache wird den Leuten, die vielleicht bald ihre Jobs verlieren, kein Trost sein.

Jetzt weiß ich nicht, ob Dirk Müller wählen gegangen ist

Das sehr interessante Interview wurde vor den Wahlen im August dieses Jahres aufgenommen. Dirk Müller wusste noch nicht, ob er überhaupt wählen gehen würde. Er hat dafür ganz ähnlich Argumente in diesem Interview genannt, die ich für mich ebenfalls angeführt habe.

Er hat dies auf seine Art in ganz klarer Sprache auf den Punkt gebracht. Es wird einfach dringend Zeit, dass sich etwas ändert. Nicht nur in Deutschland – auch in anderen Demokratien. Die Zeit der Parteien geht zu Ende.

http://vimeo.com/72362676

 

via: Mybasti

Hollywood: Man kennt sie – aber nicht ihren Namen

Mit etwas Verspätung habe ich gelesen, dass Ed Lauter Mitte des Monats 74jährig an Krebs verstorben ist. Der Hollywood-Schauspieler hat in einer sehr beachtlichen Anzahl von Filmen mitgespielt. Irgendwo las ich, dass viele Leute ihn dennoch nicht mit Namen gekannt hätten. Das Gegenteil kann ich von mir behaupten. Ich kann mich durchaus an einige seiner Filme erinnern. Einen habe ich sogar in allerbester Erinnerung!

Lauter spielte in dem 1974 erschienen Streifen, in dem Burt Reynolds die Hauptrolle unter der Regie von Robert Aldrich spielte, den Gefängnisaufseher (Captain Knauer). Den Film-Titel fand ich im Internet nicht sofort. „Die Kampfmaschine„, so hieß er damals, wurde nämlich gleich unter mehreren Titeln veröffentlicht und ist, meiner Erinnerung nach, auch schon mal im TV gelaufen. In der Wikipedia wird er unter „Die härteste Meile“ geführt.

Obwohl ich in den 70ern noch sehr oft ins Kino gegangen bin, habe ich diesen Film bis heute nicht vergessen. Ich konnte mich auch sofort daran erinnern, dass Ed Lauter mitgespielt hatte. Insofern kann ich sagen, dass „Die Kampfmaschine“ mich nicht nur sehr gut unterhalten hat, sondern, dass er im Gegensatz zu vielen anderen, einen durchaus nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Soweit ich mich noch erinnere, gab es in diesem Film nämlich neben den angeblich üblen Gewaltszenen (s. Kritiken in Wikipedia) auch viel zu lachen.

Ed Lauter spielte in diesem Film, wie in vielen anderen, den Unsympathen und das immer sehr überzeugend.

Foto von: Viktor HertzCC BY-NC-SA 2.0

Neuer Verwendungszweck für Limburger Bischofsresidenz: Flüchtlingsunterkunft

Dem Vorschlag des Klerus, die Limburger Bischofsresidenz zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen, wohnt eine gewisse Boshaftigkeit inne. Auch wenn es das, wie dem „Spiegel“ zu entnehmen ist, schon gegeben hat. In den 80er/90er Jahren ist mal ein Bischof aus seiner Residenz ins Priesterseminar übersiedelt, um diese 5 Flüchtlingen aus Eritrea zur Verfügung zu stellen.

Boshaft finde ich das aus dem Grund, weil Kommentare wie der folgende in Deutschland anno 2013 erwartbar sind:

Das Geld kommt damit auch nicht zurück, wenn dutzende Menschen aus Nordafrika die Substanz ruinieren. Wo sind wir nur hingekommen… ?
Quelle: Limburger Bistum könnte Flüchtlingsheim werden – SPIEGEL ONLINE

Wenngleich der Schreiber dieser netten Zeilen – anonymer Troll aus ganzem Herzen – exakt diesen Knopf drücken wollte…