Springer-Zukunft im Griff: Weggepaywallt

Springer knickt ein, verzichtet gegenüber Google News auf LSR-Ansprüche. Das war auf der einen Seite klar, denn niemand liest die „Welt“, weil er „Welt“-Fan ist. Da kommt man hin, weil man was sucht, und Google auf die Welt zeigt. Und die „Bild“ haben sie ja auch erfolgreich weggepaywallt.
Quelle: Fefes Blog

Ich glaube, Fefe hat das Urheberrecht auf ein neues Modewort (Weggepaywallt ). Als wäre das nicht schon witzig genug, stellt sich Springer noch blöder als viele das vielleicht für möglich gehalten hätten. Am Ende hat sich Keeses und Diekmanns langer Aufenthalt in Kalifornien am Ende doch gelohnt :-)

Foto von: acbCC BY-NC-SA 2.0

Der „Soli“ war nötig und das Geld ist gut angelegt

Das Thema des dieswöchigen Webmasterfriday könnte man zur Generalabrechnung mit der deutschen Politik nutzen. Aber nein, das wäre insbesondere bei diesem Thema in meinen Augen nicht angemessen.

Schon viele haben sich darüber ausgelassen, wie viel Geld die Wiedervereinigung schon gekostet hat und dass der Soli nach über 20 Jahren endlich auslaufen sollte. Offiziell soll(te) es 2018 endlich soweit sein. Heute dürfen wir Wetten darauf abschließen, ob dass uns diese Sondersteuer auch weiterhin erhalten bleiben wird. Allen trotzig-verzweifelten Versuchen der wacker wahlkämpfenden FDP wird Merkel auf diese Einnahmequelle nicht verzichten (können).

Mit der aktuellen Artikelüberschrift eines Blogs (wird hier nicht verlinkt!) wird der Eindruck erweckt, Schäuble hätte die Abschaffung des Soli als unzeitgemäß bezeichnet. Eine weitere glatte Lüge dieser Hetzpostille, die es sich, neben anderen, zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, unser Land in die Knie zu schreiben. Als wäre nicht alles schon schwierig genug. Gesagt hat Schäuble übrigens: „Vorzeitig werden ihn diese Regierung und die Kanzlerin nicht aufkündigen“. „Der „Soli“ war nötig und das Geld ist gut angelegt“ weiterlesen

ARD und ZDF: Programmdirektoren durch fehlerhafte Zufallsgeneratoren ersetzt

Die Positionen der Programmdirektoren bei ARD und ZDF wurden wegrationalisiert und beide Funktionen durch Zufallsgeneratoren ersetzt. Woher ich das weiß?

Vorzugsweise am Wochenende aber auch unter der Woche bringen ARD und ZDF Konserven, Konserven, Konserven. Vollendet wäre die Innovationsleistung aber erst, wenn beide Sender auch ihre Nachrichtensendungen ausschließlich aus Konserven bestreiten würden. Nun, ich weiß aus verlässlicher Quelle: sie arbeiten daran!

Statt der Programmdirektoren werden nun Zufallsgeneratoren eingesetzt, die allerdings leider noch keinen optimalen Algorithmus nutzen. Auch programmieren können die da nicht vernünftig. Nun ja, wir kennen die Probleme von Prism und Tempora – bei so viel Scheiß muss man den Zeitfilter eben etwas enger fassen. So kommt es dann, dass die zahllosen Wiederholungen leider nicht „die guten alten Zeiten“ einschließen, sondern immer nur die Sendungen wiederholt werden, die wir gerade erst gesehen und die wir vergessen – im Sinne von überwunden – geglaubt hatten.

Foto von: Anthony CatalanoCC BY-NC-SA 2.0

Gab es denn jemals „eine deutsche Netzbewegung“?

Spionage

Es scheint, als schaffen es die Internetaktivisten nicht mehr, die Massen zu bewegen. Was ist von der deutschen Netzbewegung übrig geblieben?
Quelle: Netzbewegung: Kommt jetzt der NSA-Protest? | ZEIT ONLINE

Da muss ich wieder was nicht mitbekommen haben. Seit wann gibt es eine „deutsche Netzbewegung“ und hätte es für diese, wenn es sie gäbe, je gereicht, die Massen zu bewegen? Die Themen erreichen die Leute nicht, selbst Prism und Tempora geht den meisten glatt am Arsch vorbei. Nicht zuletzt ist das an den positiven Umfragewerten zu sehen. Es scheint sich daran nichts geändert zu haben.  „Gab es denn jemals „eine deutsche Netzbewegung“?“ weiterlesen

Strafe muss sein – egal wie alt der Täter inzwischen sein mag

Wenn es darum geht, gegen „das Vergessen“ des Holocaust oder der Nazi-Greuel überhaupt zu argumentieren, bin ich dabei! Wenn es allerdings um solche Aktionen geht, die das „Simon-Wiesenthal-Zentrums“ kürzlich gestartet hat, fühle ich mich vor den Kopf gestoßen. Sie kommt zu reißerisch und mit einer fragwürdigen fast zynischen Ansprache daher. Oder ist es legitim, dass die Aktion sehr alte Menschen dazu animiert, andere sehr alte Menschen zu denunzieren? Wie alt sind die Menschen, die als Belastungszeugen anno 2013 infrage kommen?

Man muss sich mit denen streiten, die meinen, dass „das alles doch auch mal vorbei sein müsse“. Solche „Argumentationen“ sind bei uns leider ebenso verbreitet wie erschreckend. Vielleicht liegt das, wie manche behaupten, wirklich weniger am mangelnden Geschichtsbewusstsein, als vielmehr an den zahlreichen Anlässen, an denen wir uns mit unserer Nazi-Vergangenheit konfrontiert sehen. Aber gerade die Dichte und die Intensität solcher Denkanstöße finde ich wichtig. Das Bewusstsein darüber, was Menschen anderen Menschen antun können, muss wachgehalten werden. Nicht nur in Deutschland, überall auf der Welt. Wenn das aber nicht gelingen will, so soll wenigstens die Erinnerung an den Terror des 3. Reiches hier bei uns wachgehalten werden. Zu begründen ist dies allemal. „Strafe muss sein – egal wie alt der Täter inzwischen sein mag“ weiterlesen