Gerade sind die Nazis dran, nicht die Islamisten!

Der „religiöse Aspekt“ dürfe „uns nicht kaltlassen“, erklärt sie mit Pathos. Der Zusammenhang zwischen kulturellem Hintergrund und menschlichem Handeln sei eine soziologische Selbstverständlichkeit. Trotzdem werde dieser Zusammenhang „in Hinblick auf den Islam oft verleugnet oder wegdefiniert“.

Da hatte Familienministerin Schröder wohl zu stark vereinfacht. Jedenfalls löst dieser „Zusammenhang“ jetzt schweren Ärger aus.

Die Gefahr, dass durch „diese scharfe Formulierung antimuslimische Ressentiments Auftrieb erhalten, liegt jedenfalls auf der Hand“.

Das sagten die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates von Frau Schröder, Heiner Bielefeldt, Yildiz Demirer, Nivedita Prasad und Monika Schröttle.

Es gibt Zwangsehen. Die sind in Deutschland verpönt. Sie passen nicht zu unserer Kultur und verstoßen gegen unser geltendes Recht und nicht zuletzt gegen unsere Moralvorstellungen. Schließlich leben wir ja nicht mehr im Mittelalter. Dafür in einem Land, in dem Ausländer getötet werden. Einfach deshalb, weil sie anders sind. Vielleicht auch deshalb, weil sie nur anders aussehen, anders leben oder an einen anderen Gott glauben.

Die Morde des braunen Packs haben uns aufgeschreckt. Schon gibt es die öffentliche Gegenreaktion gegen das, was bis vor kurzem noch unter dem Titel: „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ subsumiert wurde. So verstehe ich jedenfalls auch die maßlose Kritik an Bundesfamilienministerin Schröder. Sie hat Anfang November eine Studie kommentiert und sich dabei nicht an die zugrunde liegenden, streng wissenschaftlichen Erkenntnisse gehalten, sondern sich stattdessen interpretatorische Freiräume gegönnt. Das ist etwas ganz Neues. Wir wissen: Das tun Politiker sonst nie. Jedenfalls werden sie dafür nicht in der Form kritisiert, wie es in diesem Fall passiert.

Wenn wir keine Zwangsehen wollen, müssen wir das schon auch sagen. Klar und deutlich. Nicht mit falschen oder pseudowissenschaftlichen „Beweisen“ aber klar und deutlich. Kann es nicht sein, dass dies genau die Intention von Frau Schröder war und nicht die ihr unterstellte Islamophobie?

Süddeutsche Zeitung

Thema: Energiesparlampe

Macht der Regulierungswahn der EU vor gar nichts mehr halt? Seit kurzem muss nun auch das berühmte Licht am Ende des Tunnels, in das sterbende Menschen gehen, mit einer Energiesparlampe bestückt sein. Augenzeugenberichten zufolge ist es seitdem nur noch "ein Schatten seiner selbst".

Quelle: Der Postillon

Die Diäten haben sich gelohnt: Deutsche schlank wie „Tannen“

Es gibt ja wenig gute Nachrichten. Aber ich habe eine gefunden. Natürlich ist sie untergegangen. Weil gute Nachrichten ja eben gute Nachrichten sind und die scheint keiner wirklich zu mögen.

Noch im Jahr 2007 waren wir Deutschen die dicksten Europäer. Jetzt plötzlich, vier Jahre später, sehen wir: Die ganzen Scheiß-Diäten haben sich gelohnt. Jetzt müssen sich Malteser und Briten endlich einer Diät unterziehen. Und ich.

Im Ernst jetzt: Auch an diesen Meldungen kann man sehen, mit welchen »Informationen« wir uns so verrückt machen lassen. Alles gequirlter Mist, sag ich euch.

Lesen!

[link_format link=“http://holyfruitsalad.blogspot.com/2011/11/wohnungslos.html“ target=“blank“ title=“holy fruit salad!: Wohnungslos“] holy fruit salad!: Wohnungslos[/link_format]

Lies das!

S21: Und weiter gehts

Nachdem ich diesen Artikel bei »Zeit Online« gelesen hatte, war ich tief deprimiert. Erstens weil ich inhaltlich nicht folgen konnte und zweitens weil meine noch lebendige aber sehr naive Hoffnung, das Referendum um S21 könnte helfen, den Konflikt zu lösen, sich trotz meiner Zweifel an dem, was der Autor mir eigentlich sagen wollte, irgendwie in Luft aufgelöst hatte.

So kann das auch sein, wenn man sich informiert. Nachdem ich die ersten Reaktionen angehört hatte, verflog auch meine letzte Hoffnung.

Die Projektgegner finden Gründe, das Referendum, an dem 50% (!) der Wahlberechtigten teilgenommen haben, ad absurdum zu führen. Walter Sittler, Schauspieler und sprachgewaltiger Medienprofi, sprach im Zusammenhang mit dem Volksbegehren, von einem »schmutzigen Sieg« für die Bahnhofsbefürworter. Was immer er damit meinte, das saß! Politik ist ein so dreckiges Geschäft. Gut, dass wir daran noch einmal erinnert wurden.

Wetten, dass die Kritiker des Projektes nicht im Traum darüber nachdenken, welchen Schaden sie mit allem, was nun folgen wird, für unsere Demokratie anrichten können? Aber an Demokratie glauben die ja längst nicht mehr. Es ist ja auch alles so »schmutzig« in Deutschland.