Bemühen wir uns doch weiter um etwas Objektivität

Im Blick auf die Originalität der Fragestellung und die Intensität der inhaltlichen Ausarbeitung hielt ich jede Form eines Vorwurfs für ausgeschlossen – zumal Herr zu Guttenberg stets zu meinen besten Seminarstudenten gehörte. Quelle: Auszug aus der Erklärung des Doktorvaters des früheren Doktors zu Guttenberg, Prof. Dr. Peter Häberle

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Die Erklärung des Prof. Dr. Häberle enthält eben auch diesen Satz. Wenn Guttenberg doch zu den besten gehörte, frage ich mich, warum hat er dann trotzdem betrogen?

Wenn er doch, wie viele heute sagen, immer ein solch großer Blender gewesen sein soll, hätte sich Herr Prof. Dr. Häberle damit ein zweites Mal in Herrn Guttenberg geirrt! Natürlich – auch das wäre möglich. Ich halte es für unwahrscheinlich. Die Plakette „Blender“, die Guttenberg inzwischen in vielen Texten verpasst wurde, entlarvt diejenigen, die dazu neigen, andere Menschen vorschnell in eine Schublade zu stecken.

Kein Freibrief für den Freiherrn

Guttenberg steht weiterhin unter Druck. Ehrlich gesagt, ich auch. Meine Frau steht zu Guttenberg – wie ein Mann. Viele interessiert es einen feuchten Kehricht, dass Guttenberg seinen Doktor auf fragwürdigem Weg gemacht hat. Er ist futsch und nun soll endlich Ruhe im Karton sein!?

Für differenzierte Betrachtungen ist wenig Raum. Viele finden, der Mann habe Wichtigeres zu tun und überhaupt: “Guttenberg ist (wieder) einer, den die Medien fertig machen wollen”. Das ist die eine Seite. Für diesen Teil der Leute ist die Sache längst beendet. “Es nervt nur noch!“ Die politischen und gesellschaftlichen Aspekte werden in den Medien zum Glück weiterhin ausführlich beleuchtet. Insofern kann man in diesem Fall sicher sein, dass das letzte Wort im Skandal noch längst nicht gesprochen ist. „Kein Freibrief für den Freiherrn“ weiterlesen

Das ist ja wieder ein tolles TV-Programm

Schuld an diesem Mist, der heute Abend über die TV-Bildschirme flimmert, dürfte wohl RTL und die Zuschauer von DSDS sein. Keine Station scheint es lohnend zu finden, gegen dieses „Event“ ein vernünftiges Programm zu setzen. Stattdessen überall nur Kacke. Deutsches Fernsehen eben.

An den feuchten Wachstumsträumen der Konzerne hat sich nichts geändert

Gestern verkündete Herr [W:Martin Winterkorn], [W:VW], dass in den nächsten 6-8 Jahren im Konzern 50.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Hiervon allein 5.000 in Deutschland. Insgesamt arbeiten weltweit 400.000 Mitarbeiter/innen für VW. Die phänomenalen Zahlen des unmittelbar auf das Krisenjahr 2009 folgenden letzten Geschäftsjahres begründet die Euphorie. Die Süddeutsche sieht VW auf dem Weg zur Weltspitze. „An den feuchten Wachstumsträumen der Konzerne hat sich nichts geändert“ weiterlesen

Ich glaube, es hackt!

Hier der Link zum vollständigen Text von Judith Holofernes („Wir sind Helden“) an die Werbeagentur Jung von Matt. Der hat mir sehr gut gefallen! Zum Glück gibt es doch offensichtlich Leute, die ein etwas distanzierteres Verhältnis zu den Springer – Erzeugnissen haben. Ich muss jetzt keine Namen nennen…

Der Brief von Judith Holofernes in voller Länge | Info / News | SWR3.de (V8.0beta) – hier geht das Radio weiter…