Schweinegrippenpanik

Ich schmeiß mich weg. Dieses Wort ist doch der Clou!

Und: Keine 150, sondern „nur“ 7 Tote in Mexiko, die wirklich auf die Schweinegrippe zurückzuführen sind. (Kam eben in der 19.00 Uhr „Heute“-Sendung im ZDF). Aber das Virus könnte mutieren und noch richtig gefährlich werden. Was soll man eigentlich von einer solchen Berichterstattung halten? Es ist unglaublich, welche Qualität die „Informationen“ haben, mit denen wir uns täglich herumzuschlagen haben.

Ein anderes Beispiel: Gestern berichtete irgendein Wetterexperte, dass der Sommer aufgrund der zur Verfügung stehenden Langzeit-Wetterprognosen voraussichtlich ziemlich warm wird. In den Spätnachrichten (vermutlich auch bei einem anderen Sender, erzählte ein anderer Wetterexperte, dass aufgrund des warmen Aprils (Rekord seit der Wetteraufzeichnung) der Sommer wahrscheinlich ziemlich kühl werde. Nee, is klar.

Scharia weltweit, Gen-Kartoffel + Schweinegrippe auch

Die Taliban in Pakistan und Afghanistan drehen auf. Sie verlangen, jedenfalls wurden im „Heute Journal“ für die Aussage irgendeines vermummten Taliban-Halunken, ein paar Sekundenbruchteile freigehalten, dass die Scharia weltweit Geltung hat. Die Schweinegrippe macht Europa die Aufwartung und Ackermann bleibt Vorstand der „Deutsche Bank“. Gen-Kartoffel werden ausgesät. Aber die Renten sind sicher – sagt unser Olaf Scholz (SPD).

So viele gute Nachrichten an einem Montag.

Ackermann steht zu 25% Rendite und bleibt Vorstand

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank gab am Abend bekannt, dass Ackermann entgegen anders lautenden Vermutungen nicht im nächsten Jahr als Vorstandschef des Bankinstitutes abgelöst wird. Daraus darf wohl auch getrost geschlossen werden, dass die von Ackermann ausgegebene Parole eines in der Öffentlichkeit hart attackierten Renditezieles von 25% für ihn jedenfalls positive Resonanz hat.

Pressemeldungen:
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/41/466621/text/
http://www.welt.de/wirtschaft/article3636272/Josef-Ackermann-soll-bis-2013-im-Amt-bleiben.html
http://www.focus.de/finanzen/banken/deutsche-bank-ackermann-bleibt-doch-laenger_aid_393983.html
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Deutsche-Bank-Josef-Ackermann-bleibt-bis-2013/506133.html
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EAE254B21EF2643299EB0F18973FE3E1E~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell

Nur zeigt gerade auch der chronologische Ablauf dieser Geschichte, dass wir bzw. die Verantwortlichen in den Vorständen und Aufsichtsräten unserer Unternehmen sich vielleicht einmal „geschüttelt“ haben, ansonsten aber nicht im Traum daran denken, ihre feuchten Kapitalistenträume aufzugeben.

Trotz meines Unverständnisses über Ackermanns natürlich bewusst provozierende Äußerung (oder war es bornierte Arroganz?): es muss den Unternehmen überlassen sein und bleiben, welche Rendite sie als Ziel für ihre Aktivitäten definieren.

Das Sommermärchen ist beendet – jedenfalls für den FC-Bayern München

Ich finde es wirklich schade und stimme nicht in den vielstimmigen Chor der Leute ein, die für die natürlich nicht mehr überraschende Entscheidung der offenbar in ihrer Eitelkeit gekränkten Oberen des FC-Bayern nur Spott und Häme übrig haben. Mir geht es aber weniger um den FC-Bayern als um Jürgen Klinsmann. Für ihn tut mir das leid. Aber so ist diese Fußball-Welt eben.

Rauswurf: FC Bayern feuert Trainer Klinsmann – Heynckes übernimmt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Sport.

Das Land, aus dem ich komme

Hätten die heutigen Gesprächspartner von Anne Will die Rede, die Joachim Gauck am letzten Dienstag auf Einladung der “Friedrich Naumann Stiftung” gehalten hat, gekannt, wären die nach meinem Eindruck bewusst Konsens vermeidenden Dialoge wohl ganz unnötig gewesen. Na ja, es war eben wieder Talkshow angesagt.

Freiheit vermisst man vielleicht nur, wenn man in Unfreiheit lebt. Ansonsten gelten dem Menschen die Dinge, die für ihn unmittelbare und existenzielle Bedeutung haben. Da erinnere ich mich an den Satz: “Wessen Brot ist fress, dessen Lied ich sing”.

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Das brauchen wir: Einen Mann mit Visionen

Die Rivva – Startseite sieht seit Tagen gleich aus. Es geht um die spezifischen Eingriffe des Staates. Presse- und Meinungsfreiheit sind in Gefahr. Ich wundere mich eigentlich darüber, dass die Risiken für unsere Freiheit, die von der Wirtschaftskrise ausgehen, unter den Bloggern deutlich weniger reflektiert werden.

Ich räume aber ein, dass die traditionellen Medien dies vielleicht in mehr als ausreichender Form tun. Vielleicht liegt genau darin ja auch ein Grund dafür, dass das Thema von der deutschen Blogsphäre vernachlässigt wird. Heute morgen erst lese ich bei Welt-Online einen Artikel, der sich mit dem Vorschlag des Herrn Wirtschaftsprofessor Max Otte beschäftigt.

Otte hat an der Princeton University promoviert, einer der angesehensten Universitäten der Welt. Zu den vielen Büchern, die er herausgegeben hat, gehört auch “Der Crash kommt”. In diesem schon 2006 erschienenen Buch sagte Otte den Zusammenbruch der Finanzwirtschaft voraus. Mancher wird sich gefragt haben, weshalb man auf diese Koryphäe nicht rechtzeitig gehört hat.

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