Wider die Sinnlichkeit des Papiers

Einen interessanten Artikel ums „Verdienen im Internet“: „Gehen Sie weg, und kommen Sie bald wieder“ von Harald Staun habe ich eben bei FAZ.net gelesen.

Der Autor stellt kritische Fragen zum Selbstverständnis zukünftiger journalistischer Arbeit im Allgemeinen und der digitalen Konkurrenz im Besonderen. Er beschäftigt sich mit den Vorbehalten, die seitens der Qualitätsjournalisten vielleicht eher im deutschsprachigen Raum als beispielsweise in den USA gegenüber Online-Kollegen oder (noch schlimmer) Blogger gepflegt werden.

Der Grundkonflikt wird vielleicht in diesem Satz deutlich:

Während die Apologeten des digitalen Publizierens kaum den Mund aufmachen können, ohne dass die Utopie einer neuen medialen Weltordnung herauskommt, hoffen die Papierfetischisten noch immer, sie müssten nur laut genug mit den Seiten rascheln, um Käufer und Anzeigenkunden anzulocken.

Passfoto für die elektronische Gesundheitskarte

Susanne weist darauf hin, dass jetzt nach und nach Anforderungen der Krankenkassen bei den Versicherten eintreffen werden. Es geht um ein farbiges Passfotos, das für die elektronische Gesundheitskarte genutzt werden soll. Susanne weist auf die immer noch ungeklärte Rechtslage hin und hat eine Erklärung verlinkt, mit der man bei der eigenen Krankenkasse einmal nachfragen kann. Hierin wird um eine rechtsverbindliche Aufklärung des Sachverhalts gebeten.

Twitter als Nachrichtenquelle?

Ob ich Twitter als Nachrichtenquelle betrachten würde, kann ich nicht wirklich sagen. Die von Thomas Knüwer beschriebenen Ereignisse werden von Twitter irrsinnig schnell um die Welt getragen. So viel ist sicher. Die Informationen fließen in atemberaubender Geschwindigkeit und andere Dienste werden davon auch profitieren. Eines darf man aber nicht vergessen – jedenfalls finde ich das: Die Schnelligkeit kann sehr wohl zu Lasten der Qualtität und Stimmigkeit dessen gehen, was wir sehr gern und schnell als „Information“ betrachten. Damit meine ich noch nicht einmal die hohe Anzahl möglicher Meldungen, sondern vielmehr das Gewirr aus mit diesen verbundenen Kommentaren und Meinungen. Mich überfordert das. Ich schätze, ich bin damit nicht allein.

Ein trauriger Tag, ein epochaler Tag [Indiskretion Ehrensache]

Update: Dieser Spiegel-Artikel beschreibt einen Teil dessen, was ich mit meinen paar Sätzen meinte.