Ein Lebensabschnitt ohne DSL

Offenbar hat die Telekom, die mir schrieb, ich solle mich zurücklehnen und den Rest ihr überlassen, ein wenig übertrieben. Jedenfalls bin ich nun schon länger (als von ihr und mir geplant) ohne DSL – Anschluss. Wenigstens kann ich telefonieren. Und da ich im Moment ohnehin keine Zeit zum Bloggen habe…

Nun ja, das konnte sie ja nicht wissen. Hoffentlich halten sie den nächsten Termin ein. Wenigstens das WordPress – Update sollte ich ja wohl mal langsam machen dürfen :-)

Die aufgelockerte Gesellschaft

Gar nicht uninteressant ist dieser Artikel des Cicero – Herausgebers Wolfram Weimer. Vor allem zeigt er eines: Die Wahrnehmung der so genannten deutschen Eliten (egal ob in der Politik oder in den Medien) scheint ziemlich defizitär zu sein – gelinde ausgedrückt.

Behauptungen, die ihresgleichen suchen

Seit 1989 fehlt dem kollektiven Bewusstsein das äußere Koordinatensystem des ideologischen Links-rechts-Wettstreits; nun erodiert auch im Inneren das Spiel klarer weltanschaulicher Verteilung.

Wenn er sich da mal nicht irrt…

Und hier:

Man hätte auf die Wirtschaftswissenschaftler hören können, die detailgenau diagnostizieren, dass der vermeintliche Wohlstandseinbruch in der unteren Hälfte der Gesellschaft gar nicht stattfindet. Vielmehr sind die Hunderttausenden neuer Arbeitsplätze just dort entstanden. Vom Reiseverhalten der Massen über die Ausstattung mit Handys, Internetanschlüssen und Flachbildschirmen bis zur Verlängerung der Lebenserwartung (also einem medizinischen Wohlstandssprung) bildet sich in Wahrheit kein Abstieg, sondern ein Aufstieg der unteren Bevölkerungsschichten ab. Ein Blick in die massenhaft entstehenden Reihenhaussiedlungen verrät mehr von Deutschlands wohliger Kleinbürgerwirklichkeit als Lafontaines Gespenstererzählung über die Armut.

(Hervorhebungen durch mich.)

Wie, verehrter Herr Weimer, wäre es denn, wenn man auf ein paar Soziologen statt auf Wirtschaftswissenschaftler hören würde? Nur mal so gefragt… Allein an der Auseinandersetzung zu diesem Punkt zeigt es sich für meine Begriffe, dass die „idelogischen Links-rechts-Wettstreits“ dann vielleicht doch nicht so ganz überwunden sind. Ich habe auch mitgekriegt, dass die Tourismusindustrie jubelt über ihre tollen Umsätze. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Weimer so falsch nicht liegt. Nur – wie so häufig im Leben – man sollte schon ein wenig genauer hinsehen. Und die Informationen(!) gerade der letzten Zeit, widerlegen ganz einfach einen Teil der dem Weimer-Artikel zugrundeliegenden Behauptungen.

Wunder gibt es immer wieder

Heute: Das Wordwunder.

Gebt mal in ein neues Word-Dokument folgendes ein:

= rand (200,99)

3 Sekunden warten und…

Microsoft hat dafür im Moment auch noch keine Erklärung.

D.M via E-Mail (vielen Dank!)

Wie muss eine gute Talkshow sein?

Unterhalten und informieren soll sie. Beides gleichzeitig. Sonst schalte ich um. Eine Talkshow sehe ich mir eigentlich dann am liebsten an, wenn feststeht, dass sie auf Krawall gebürstet sein wird. Es muss also schon ein Thema sein, bei dem ich mir vorstellen kann, dass es richtig abgehen wird. Leider ist das oft nicht der Fall.

Wenn das also stimmt, müsste ich ja Frank Plasberg vorziehen. Tue ich aber nicht. Ich mag eigentlich „Sanda Maischberger“ am liebsten und widerlege meine Behauptung vom Anfang damit. Denn dort geht es doch meistens ziemlich gemütlich zu. Frau Maischberger hört aufmerksam zu und lässt ihre Gäste erzählen. Das finde ich persönlich, nicht nur bei einer Talkshow, sehr wichtig. Und für einen Moderator ist das wohl ziemlich schwer. Ich denke da an Sabine Christiansen. Sie konnte einfach keinen Gedanken eines Teilnehmers aufnehmen und ihn mit dem Gedanken eines anderen Gastes verknüpfen. Das war in meinen Augen ihr größtes Manko. Sie quatsche gern dazwischen und intervenierte. Das macht Anne Will für meine Begriffe sehr viel besser. Quote hin oder her. Sie, Will, ist einfach die bessere Talkmasterin. Die Quote wird sich schon erholen. 3,x Mio. Zuschauer sind doch so schlecht auch nicht. Die paar hunderttausend Zuschauerinnen und Zuschauer wird sie wohl aufholen können. Und der Vorwurf, sie sei nicht „Faktensicher“ ist wohl eine ziemlich Frechheit und außerdem meiner Meinung nach wirklich Blödsinn.

Von „1und1“ zur Telekom – Alles wird gut

Meine Erfahrungen mit 1und1 hatte ich ja ausführlich beschrieben. Der 24.03., also morgen, ist der Kündigungstermin. Ob die (1und1) mir am Ostermontag die Leitung wirklich abschalten? Den Service erreicht man nicht aber sowas kann man natürlich automatisieren (oder?).

Jedenfalls habe ich gedacht, dass die Telekom das wahr macht, was sie mir per Brief so kongenial zugesichert hat: „Lehnen Sie sich zurück und überlassen Sie uns alles.“ Das W-Lan-Modem kam und wurde gleich in Betrieb genommen (mit den alten Daten – von 1und1). Und dann? Nix. Keine Zugangsdaten, kein Brief.

Also habe ich mal im Internet nachgesehen. Auf der Telekom-Website wird mir der Vertragsstatus angezeigt: „Bereitstellungstermin: 28.03.2008„. Na prima! 1 Woche ohne Telefon und Internetzugang. Und das ab morgen – wenn ich Pech habe. Meine Nachfrage bei der Telekom wurde nur mit einem Zwischenbescheid gewürdigt. Ist ja schließlich Ostern. Jetzt bin ich gespannt, ob morgen die Dioden am Modem grün blinken, aus sind oder vielleicht auch rot. Gut, ihr wisst jetzt Bescheid. Evtl. 1 Woche Internet-Abstinenz – vorläufig.

Kunden- und Serverlast mit 1und1 Internet

Screenshot Auftragsstatus
Bild von Horst Schulte