Dokumentation verursacht andere Anfangszeit von «Verdammnis 2/2»

Wenn ich morgen nicht »Home Office« hätte (ich weiß, dass es den Begriff nicht gibt!), müsste ich um 5.00 Uhr aufstehen. Die vom ZDF wissen das nicht. Wie kommen die also bitte dazu, den 4. Teil von Stieg Larssons Millenium-Trilogie erst so spät zu zeigen (22:55 Uhr)? Die Dokumentation zum Event-Zweiteiler (was ist das denn?) stört den Programmverlauf. Frechtheit.

Um 1/2 1 Uhr ins Bett. Da ist man doch überhaupt nicht ausgeschlafen. Vielleicht sollte der [W:Thomas Bellut] »Wetten dass…?« übernehmen und Thomas Gottschalk den Programmdirektor geben. Aber natürlich geht das auch wieder nicht. Bellut soll ja den [W:Markus Schächter] ersetzen.

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Stieg Larsson – Hacker mit Macs

Diesmal geht es nicht um die Frage, ob das logisch ist oder nicht, diesmal würde mich interessieren, ob der Rechner der Wahl für einen Hacker wirklich ein Mac wäre? Jedenfalls arbeit Lisbeth Salander ausschließlich mit Apple-Rechnern. In der Redaktion des »Millenium« waren ebenfalls (wenn ich es richtig beobachtet habe) ausschließlich Mac-Rechner zu sehen. Die Verbreitung ist ja, jedenfalls in Deutschland, nicht unbedingt so, dass man unterstellen müsste, dass dies noch Zufall wäre. Productplacement vom Feinsten. Aber mei, wenn’s der Sache den Krimi dient.

Natürlich fällt das auch anderen auf.

Stieg Larsson: Nach 40 Jahren ein unglaublich brillantes Erinnerungsvermögen!

Den ersten Teil der Stieg-Larsson-Reihe habe ich am Sonntag Abend gesehen. Ich war begeistert!

[pullquote_right]Stieg Larsson: Fiktion und Realität – Stieg Larsson – ZDFmediathek – ZDF Mediathek[/pullquote_right]Allerdings ist mir ein Tatbestand aufgefallen, den ich bis heute auch nicht vergessen habe. Mikael Blomkvist befragt einen älteren Polizisten (Ende 50?) nach Vorgängen, die 40 Jahre zurückliegen. Dieser beantwortet alle Fragen wie aus der Pistole geschossen.

Nun mag der Job eines Kriminalbeamten interessanter sein als der eines Kaufmanns und die Protagonisten eines so spektakulären Falles werden gewisse Details ihrer Ermittlungen vielleicht nie vergessen.  Und dennoch fand ich diese Szene  ausgesprochen unglaubwürdig. Wenn wir mal zurückrechnen: Der Kommissar muss zum Zeitpunkt des untersuchten Mordes gerade mal 20 Jahre alt gewesen sein. Für diese Ausbildung wird allerdings wohl auch in Schweden Abitur und Studium vorausgesetzt. Mit anderen Worten: Aus meiner Sicht ein richtig schwerer Fehler des Autors. Dabei bemerke ich solche Details sonst eigentlich so gut wie nie. Auch ein Beleg dafür, dass mich der Streifen richtig gefesselt hat.