Servicewüste - Foto von TiM Caspary @ pixelio.de

Servicewüste - Foto von TiM Caspary @ pixelio.de

Hotline-Gesetz: Es wird “gerechter”, weil die Preise für alle steigen

Service wird ja in Deutschland gaaanz groß geschrieben. Die Zeiten, in denen über die Servicewüste Deutschland gejammert wurde, sind endgültig vorüber! Ach — wirklich?

Nun, die Ladenschlusszeiten gehören der Vergangenheit an und in den Unternehmen wurde viel getan – sagen die. Trotzdem gibt’s immer wieder Mecker. Nicht wenige behaupten ja, dies gehöre fest zur deutschen Mentalität. Über die Politiker wird am meisten gemeckert. Wahrscheinlich deshalb haben die was sinnvolles gemacht — für uns Verbraucher.

Warteschleifen kostenlos

Die Warteschleifen bei Hotlines dürfen künftig nichts mehr kosten. Ab Sommer nächsten Jahres hört man die Mucke, wenn man Pech hat ziemlich miese, kostenlos. Klingt doch, wie eine gute Sache! Wer hat sich nicht schon mal darüber aufgeregt, wenn er wieder mal in der Warteschleife hängen geblieben ist und im Hintergrund den Zähler förmlich rattern hörte? Doch nicht? Die Warteschleifen haben sich manche Anbieter vielleicht vergolden lassen. Ich hatte noch kein »Erlebnis« dieser Art. Aber Warteschleifen kenne ich natürlich auch. :mad:

Das wird also bald der Vergangenheit angehören. Einen Schönheitsfehler gibt es aber. Von der Maßnahme sind vom kleinen Handwerksunternehmen bis zum Großkonzern alle betroffen, die solche Hotlines anbieten. Weil die Anbieter solcher Hotlines technisch keine Lösung für das Problem präsentieren können, müssen alle Hotline-Anbieter auf andere Nummern umsteigen.

Kommunikation ist alles

Der Aufwand für die Kommunikation dieser Änderungen (Briefbögen, Visitenkarten, Anzeigen, Websites und wer weiß was noch) soll einen 3stelligen Millionenbetrag erfordern. Und jetzt kommts: Was glaubt ihr, wer die Kosten wohl am Ende tragen muss? Die Firmen, die uns Verbraucher auf diese Art und Weise bisher »abgezockt« haben? Is klar! Natürlich finden sich die Kosten für diese Umrüstung auf unseren Rechnungen wieder. Wie üblich werden sie nämlich auch in diesem Fall in die Kalkulation der Produkte und damit in die Preise einfließen.

Man kann jetzt sagen, die Maßnahme ist trotzdem gut, weil sie »irgendwie gerecht« ist. Nicht wahr? Andererseits: Ich habe noch nie einen solchen Posten auf einer Telefonrechnung ausmachen können. Shit happens.

SERVICEWÜSTE – FOTO VON TIM CASPARY @ PIXELIO.DE

Für deutsche Möbel kein Geld

Interlübke ist pleite. Wieder ein Beleg dafür, dass gute Qualität in Deutschland von den Verbrauchern nicht mehr geschätzt wird.

Jedenfalls wird diese Qualität nicht mehr in ausreichendem Umfang gekauft. Ikea produziert im Gegensatz zu Interlübke nicht in Deutschland, sondern in Billiglohnländern. Diese Möbel sind gefragt, die von Interlübke offenbar nicht mehr. Schade, dass wir nicht begreifen können, dass wir uns selbst den Ast absägen, auf dem wir sitzen.

Die Schweizer achten darauf, dass sie Produkte kaufen, die aus dem eigenen Land und bei Lebensmitteln aus der eigenen Region stammen. Für uns Deutsche zählt so etwas nicht. Der Preis entscheidet. Und dann beruhigen wir uns damit, dass uns ja für mehr das Geld fehlt. Eine Spirale wird nach obenhin immer enger.

Brotbuffet - Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Brotbuffet - Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Deutsche Hotels: Schön, wenn man sich willkommen fühlt

Gastfreundschaft sollte in jedem deutschen Hotel trotz oder gerade wegen der vorauszusetzenden Professionalität groß geschrieben sein.

Irgendwo in einem deutschen Hotel. Zu Gast ist eine belgische Herren-Mannschaft. Insgesamt sind es 40 Personen. Der Frühstücksraum ist entsprechend gut gefüllt. So eine Mannschaft kann einem schon »die Haare vom Kopf fressen« – wie man so schön sagt. Wie reagiert in diesem Fall der gastfreundliche deutsche Wirt? Wobei das Attribut »gastfreundlich« normalerweise durch »professionelle« zu ersetzen wäre.

Nun, er schaut dem Treiben nicht gelassen, sondern eher misstrauisch zu. Die hören ja gar nicht mehr auf – mit dem Frühstücken. Man denkt, jetzt haben wir schon alles mehrfach nachgefüllt und »es« nimmt einfach kein Ende. Die essen ja immer weiter.  (weiterlesen …)

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Das war ja billig

Schön, wenn man im eigenen Blog mal zurückblättert. Das heißt, nicht immer. Denn gerade stieß ich auf einen Artikel vom September 2007. Damals kostete der Diesel 1,20 Euro. Meine Güte. Heute lag er bei 1,51 Euro. Ich krieg die Krise. Da habe ich extra nur halbvoll getankt, weil der Preis am Montag 1,49 war und jetzt? Noch einen Tick teurer. Ich warte mal bis Montag. Aber im Moment scheint sich nichts mehr nach unten zu bewegen.

Ging soziale Marktwirtschaft nicht irgendwie anders?

RWE und EON wollen Tausende von MitarbeiterInnen entlassen. Beide Konzerne begründen dies mit -Überraschung!- dem Atomausstieg. Nebenher werden die Stromkosten noch mal so richtig erhöht. Weil man (die Regierung) die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nicht beeinträchtigen möchte, nimmt man die Großindustrie von allen Preiserhöhungen aus. Sonst würde das ja Arbeitsplätze kosten. So, wie das auch vom Atomausstieg eben zu erwarten war.

So weit, so schlecht. Die Machtstellung der Energieunternehmen wurde nicht verringert. Sogar politische Parteien sind sich darin einig, dass es zu wenig Wettbewerb gibt. Geändert wurde an den bestehenden Voraussetzungen aber bisher rein gar nichts.

Nun kündigen beide Unternehmen die Streichung von 7000 bzw. 8000 Stellen an. Das sind ungefähr 10% der bei diesen weltweit vorhandenen Arbeitsplätzen. Der Anteil des Atomstroms ist in beiden Firmen unterschiedlich. Bei RWE waren es in 2009 ca. 33%, bei EON ist der Anteil nur wenig kleiner.

Die Vorstände der Energiekonzerne haben darauf gesetzt, dass die schwarz/gelbe Regierung den Atomausstieg von rot/grün zurücknimmt. Das ist aus den bekannten Gründen schiefgelaufen. Nun reagieren die Verantwortlichen mit der Ankündigung von Massenentlassungen und weiteren Preiserhöhungen, und so richtig überraschen sollte uns das nicht. Diejenigen, die den Atomausstieg als politische Verfehlung erster Güte betrachtet haben, kriegen Öl auf ihre Lampen. »Das war ja abzusehen!«

EON und RWE tun mit den Ankündigungen auch was für ihre Börsenkurse. Das freut die Aktionäre. Und darum geht es. Auch wenn offiziell auch heute noch davon gesprochen wird, wie wichtig »die Mitarbeiter« für ein Unternehmen sind. Das hindert die Vorstände nicht daran, das zu tun, »was nötig ist, um die Zukunft des Unternehmens…« Geschenkt!

Die Aktienkurse gehen nach oben, wenn Menschen ihre Arbeit verlieren. Verkommener kann sich ein System, das einst als »soziale Marktwirtschaft« bezeichnet wurde, nicht zeigen. Aber natürlich haben wir uns selbst daran längst gewöhnt.

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Den diesjährigen Weihnachtsbaum hätten wir auch

Heute Nachmittag haben wir unseren diesjährigen Weihnachtsbaum gekauft. In einer Blitzaktion. Wir waren (wieder) innerhalb von 15 Minuten fertig und hatten das Ding in den Kofferraum verfrachtet. Grün ist er, schlank und nicht zu hoch. «Ich hab nur Nordmann» antwortete der Verkäufer etwas unwirsch, als ein anderer potenzieller Käufer ihn fragte, ob er auch Nordmann-Tannen anbiete. «Der Meter kostet 20 Euro», füge er an. Ganz schön teuer. Passend zu den Spritpreisen dieser Tage. [pullquote_right]Auch im Internet bestellbar[/pullquote_right]

MELLENSEE, GERMANY - DECEMBER 12: A mother with her childs search for a tree at a Christmas Tree Farm on December 12, 2010 in Mellensee near Berlin, Germany. According to the German timber industry association, Germans are expected to purchase about 29 million Christmas trees this season. Christmas is the most important holiday in Central Europe and many retailers depend on it for as much as half of their annual sales. (Photo by Andreas Rentz/Getty Images)Den Verkäufer kennen wir jetzt schon seit Jahren. Für einen Bonus reichte das nicht. Wir zahlten heute für unseren Baum 30 Euro, also 5 Euro mehr als noch im letzten Jahr. Aber für einen kleinen Dialog hatte er Zeit. Er erzählte, dass er allein für den diesjährigen Verkauf 7.000 Bäume geschlagen hätte. Ich fragte nach, wie viel Zeit man dafür benötigen würde. «Wenn man schnell ist, kann man 120 Bäume in der Stunde sägen».

Wieder was gelernt. 120 Bäume in der Stunde. Was für ein Tempo und welch ein radikaler Kahlschlag. Den Baum hatten wir schon gekauft, sonst hätte ich vielleicht noch ein schlechtes Gewissen bekommen. Aber die Leute sorgen in ihrer Region heute natürlich schon aus ureigenstem Interesse dafür, dass Bäume nachwachsen und dort kein Rodungseffekt entsteht, den man etwa aus anderen Gegenden kennt. Übrigens kommen 1/3 aller deutschen Weihnachtsbäume aus dem Sauerland!

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Pharmaindustrie macht Kasse

Man hört es immer wieder: Deutsche Autos sind in Deutschland teuer als in anderen Ländern. Bei anderen Produkten ist es nicht anders und nun hören wir (mal wieder), dass auch die pharmazeutischen Produkte zum Teil 545% mehr kosten als in Schweden.

LANDSHUT, GERMANY - SEPTEMBER 06: German Health Minister Philipp Roesler is silhouetted at the St.Marien children's clinic on September 6, 2010 in Landshut, Germany. Roesler also visited an old people's home in Landshut. (Photo by Miguel Villagran/Getty Images)Ja, das ist ärgerlich. Aber Leute, ihr wisst doch, wir leben in einem kapitalistischen System. Die Unternehmen nehmen was sie kriegen können. Sie machen riesige Gewinne und maulen auf der anderen Seite darüber, wenn die Gewerkschaften für ihre Leute ein paar Prozentpunkte mehr haben möchten.

[pullquote_right]Mit dem Omelprazol-Präparat Omep wurde in Deutschland 2009 ein Umsatz von 182 Millionen Euro erzielt. Der Hersteller Sandoz hat dabei einen schönen Gewinn gemacht. Immerhin lag der Preis pro 100-Kapsel-Packung mit 60,46 Euro hierzulande 545,9 Prozent über dem in Schweden, wo das Omep 9,36 Euro kostete. (Quelle: KStA)

[/pullquote_right]Denkt an morgen! Dann habt ihr auch diese grandiose Unverschämtheit erfahrungsgemäß auch schon wieder vergessen. Auch, dass diese so genannte bürgerliche Regierung, insbesondere natürlich unser Gesundheitsminister von der FDP an dieser Sauerei maßgeblich mitgewirkt hat.  Der behauptet frech, den Pharmakonzernen Milliarden abnehmen zu wollen. Die Wahrheit aber kann man im Arzneiverordnungsreport nachlesen.

Angeblich kriegen von den unverschämten Margen aber andere auch was ab. 43 Prozent gehen angeblich an Apotheker und Großhändler. Na, dann ist ja alles gut.

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Ich bin ein großer MS-Office Fan, aber 379,01€ sind mir entschieden zu viel Geld

imageIrgendwann im Oktober läuft die “Schnupperphase” für Office 2010 aus. Ich habe nun einige Monate mit dem Programm arbeiten können. Ich halte es für sehr gelungen, insbesondere (wie sollte es anders sein?) trifft mein Urteil auf Excel zu.

Heute erhielt ich Post von Microsoft, in dem mir das Programmpaket (“Home and Business 2010) angeboten wird. Es soll 379,01 € kosten und MS-Access ist nicht einmal in diesem Paket enthalten. Das gibt es im Professional-Pack zu 699,00 €.

Beruflich kann und werde ich auf MS-Office natürlich nicht verzichten. Da muss ich leider noch mit der Version 2003 bescheiden. Aber auch damit kann man Briefe schreiben, Termine verwalten, Daten verwalten oder Budgets erstellen. Privat muss ich heute nicht mehr auf MS-Office zurückgreifen – sogern ich dies auch tun würde. Aber bei diesem Preis nutze ich dann doch lieber das Google – Angebot “Text und Tabellen”. Die Qualität hat sich ja sehr gemausert und privat brauche ich nicht mehr. Und das sagt der Autor von Officetipps.net. MS ist einfach zu teuer.  

Ich bin ein bescheidener und unwissender User

Mein PC-Equipment ist nicht das teuerste. Aber ich weiß, was ich will. Dachte ich jedenfalls. Der ideale Kunde zur Beratung bin ich wohl nicht, weil ich zum einen jedem Verkäufer erst einmal mit einer skeptischen Grundhaltung gegenüber trete. Hat der Ahnung oder will der mir nur was verkaufen? Zum anderen bin ich von dem Glauben beseelt, dass mein Sachwissen für den Kauf einer neuen PC-Mouse schon ausreichen wird.

31072010142.jpg Dabei habe ich, wenn ich ehrlich bin, den Überblick für das Angebot rund um den PC schon längst verloren. Aber man braucht sich angesichts des massenhaften Angebotes dafür wohl nicht zu schämen. Aber ärgern, ärgern darf man sich später schon. Jedenfalls, wenn sich herausstellt, dass man unnötig Geld ausgegeben hat.

Ich hatte vor ein paar Jahren eine sehr schöne Tastatur mit Maus von Logitech gekauft. Über die Umstände habe ich hier (was sonst?) natürlich auch gebloggt. Zu diesem Prachtstück war ich nämlich nach der Reklamation einer diNovo, einem echt schönen Teil –auch von Logitech- gekommen (einem Vorgänger von dieser). Bei meiner Suche nach dem Artikel stelle ich fest, dass diese Geschichte des Tastaturenwechsels meiner damaligen Löschaktion (Stichwort: Finger.Zeit.net) zum Opfer gefallen ist.

Ende letzter Woche habe ich ein Fachgeschäft aufgesucht und mich dort nach PC-Mäusen umgesehen. Meine süße kleine Logitech-Maus (man gewöhnt sich ja so an die Dinger…) hat angefangen zu spinnen. Alle Reinigungsversuche, Batterieaustausch und De- und Neumontage schlugen fehl. Sie mochte nicht mehr. So etwas soll ja vorkommen. Sie hat sich eben überarbeitet. Also habe ich sie in den Mäusehimmel entlassen.

Ich stand vor einem ca. zehn Meter langen Regal, voll gepackt mit PC-Mäusen aller erdenklicher Art. Gamermäuse, Mäuse mit und ohne Kabel, Lasertechnik, PS/2, USB, Serial, optomechanisch, LED mit optischem Sensor und all der Kram eben, mit dem man eigentlich nichts anzufangen weiß. Obwohl man doch die verschiedenen Techniken und Qualitätsmerkmale, die den täglichen Umfang mit diesem unverzichtbaren Werkzeug zur PC-Bedienung prägen, irgendwie ja schon geläufig sind. Wenn man zwischen der Maus im Büro, der am Desktop-PC oder am Notebook (von den Pads will ich erst gar nicht anfangen) hin und her wechselt, merkt man –je nach dem- deutlich Unterschiede.

Also besann ich mich zunächst einmal darauf, welchen Unterschied ich denn persönlich am stärksten wahrnahm.

Wie liegt die Maus in der Hand und wie fühlt es sich an, wenn man die linke oder rechte Maustaste drückt? Da fand ich den Service des PC-Händlers gut, der (fast) alle Mäuse ausgepackt zum Antatschen durchnummeriert aufgereiht hatte. Angeschlossen waren sie nicht. Das wäre wohl auch wirklich des Guten zu viel gewesen. So probierte ich 25 verschiedene Mäuse aus und klickte, was das Zeug hielt. Meine Favoriten lagen zwischen 50 und 80 Euro. Alle von Logitech. Das war mir zu teuer.

Fast war ich so weit, mir eine Logitech für 79,95 zu nehmen und von Zweifeln erfüllt (wegen des Preises) zur Kasse zu wandern. Da – endlich kam ein junger Mann auf mich zu und bot mir Hilfe an. Uff. Dankbar ließ ich seinen Redeschwall (man redete der schnell) über mich ergehen. Er drehte mir ein Mäuschen zu 17,90 Euro an. Damit könne ich nichts falsch machen und die andere wäre ja schließlich auch nichts anderes als eine PC-Maus.

Das war letzten Freitag. Seitdem war ich mit meinem Arbeitsplatz (zu Hause) nicht mehr im Reinen. Ich will das Produkt nicht schlecht machen. Wirklich nicht. Es ist vermutlich seinen Preis wert.

Heute war ich mit meiner Frau in Köln. Dort habe ich mir eine neue Maus gekauft. Nein, wir haben nicht zu viel Geld! Sie war mein Gejammer einfach leid. Sie hat mich unterstützt und nun bin ich wieder froh und glücklich. Das fehlende Werkzeug passt wieder zum Rest dazu. Ein Traum. Mein Mäuschen und ich sind wieder eine Einheit. Es hat allerdings mehr als dreimal so viel gekostet wie das andere Produkt und es verhält sich auch entsprechend. Ist das eine Wohltat.

Das Logitech Produkt hört auf den Namen: “Anywhere Mouse MX” und seine Features überzeugen. Am spektakulärsten finde ich die Möglichkeit, zwischen den offenen Windows – Fenstern hin und her zu wechseln.

Mouseswitcher

Wenn ich die Produktbeurteilungen auf der Google Produktseite lese, kann ich mich beruhigt zurücklehnen. Ich glaube, ich habe im zweiten Hinfassen die richtige Entscheidung getroffen.

Die andere PC-Mouse habe ich meinem Notebook-Gepäck beigefügt. Damit werde ich unter der Woche im Hotel sicher prima klar kommen. Die noch ältere Logitech-USB-Mouse (mit Kabel) habe ich meinem Vorrat für etwaige Ersatzbedarfe zugewiesen. Man kann ja nie wissen und die funktioniert einfach immer. Das ist ein beruhigendes Gefühl.

Übrigens soll die Logitech “Anywhere Mouse MX” auch auf Glas arbeiten. Das habe ich noch nicht ausprobiert.

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Letzter konzernfreier Supermarkt im Rhein-Erft-Kreis schließt

Ende des Monats schließt der Supermarkt Loosen in Quadrath-Ichendorf. Das klingt nicht danach, als sei das etwas Besonderes. Für die 13 Menschen, die aufgrund dieser Schließung ihren Arbeitsplatz verlieren, ist es das schon. Aber für uns? Supermärkte gibt es doch wahrlich genug bei uns in Deutschland. Eher zu viel als zu wenig.

Aber – dieser Supermarkt ist der letzte konzernfreie Markt im gesamten Rhein-Erft-Kreis. Er wird in der 3. Generation als Familienunternehmen geführt. Peter Loosen, der heutige Inhaber, ist seit 45 Jahren im Geschäft und will sich nun zur Ruhe setzen. Er verhandelt derzeit mit verschiedenen Interessenten.

Foto Thorben Wengert - pixelio.de

Ich denke, dass hinter der Behauptung gegen eine schier übermächtige Konkurrenz eine Lebensleistung steht, die ihresgleichen sucht. Immer wieder einmal gab es Gerüchte, dass Loosen sein Geschäft aufgeben würde. Wirklich überraschend wäre es nicht gewesen, und die vielen treuen Quadrather Kunden hätten ihre Besorgungen dann bei einem der vielen Konkurrenzanbietern (in der nahen Peripherie) gemacht. Aber Loosen hat es den Zweiflern gezeigt. Erst eine Krankheit, an der er vor zwei Jahren erkrankte, hat ihn dazu veranlasst, nun sein Geschäft aufzugeben.

Die Handelslandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal verändert und diese Veränderung hat längst nicht ihren Stillstand gefunden. Die Bedeutung des Internets wird immer größer, so dass der stationäre Handel selbst in Branchen, in denen man das vielleicht anfangs nicht für möglich gehalten hätte, massiven Veränderungen unterworfen ist.

Wir kennen das: “Geiz ist geil” und “Ich bin doch nicht doof”: Der Verbraucher (also wir) läuft mit fliegenden Fahnen zu neuen Vertriebsformen über. Der Preisvorteil entscheidet – nichts anders! Über die damit verbundenen Konsequenzen denken wir zunächst nicht nach. Nicht weil wir zu blöd sind, sondern weil wir gelernt haben, unseren Vorteil zu suchen. Weitergehende Überlegungen finden nicht statt.

Krass wird es, wenn wir selbst unseren Job verlieren, weil das Unternehmen nicht mehr weitergeführt wird, es im harten Wettbewerb (den wir mit verursachen) nicht mehr bestehen konnte. Dann ist das Gejammer groß.

Ich hoffe, dass es dazu auch wiederum eine Gegenbewegung gibt, die stark genug ist, eine gute und vernünftige Alternative zu sein. Dabei denke ich zum Beispiel an den Handel mit Bio-Lebensmitteln, der wirtschaftlich erst stark und einträglich wurde, weil das massenhafte aber qualitativ nicht immer ansprechende Angebot der großen Discounter und Supermarktketten geradezu nach einem Gegenmodell verlangte.

Umso höher muss man es einschätzen, dass Loosen sich in diesem Umfeld so gut und so lange behaupten konnte.

«Nach 75 Jahren ist nun Schluss – Kölner Stadt-Anzeiger»

Foto Thorben Wengert – pixelio.de