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Soziale Netzwerke: Was soll nur werden?

Ob  Facebook, Twitter und Google+ wohl auch den Weg allen Irdischen gehen werden? Man hört ja einiges über die Langeweile, die die Nutzer beklagen, insbesondere die Jüngeren. Vor ein paar Jahren starben die großen deutschen Netzwerke mehr oder weniger sang- und klanglos. Jedenfalls verloren sie ihre große Bedeutung innerhalb kürzester Zeit. Ob das bei diesen internationalen Riesenunternehmen auch passieren kann?

Man muss sich sicher davor hüten, sein eigenes Verhalten als Indikation für eventuelle Veränderungen zu verstehen. Das ist schon klar – einerseits. Andererseits kann ich die »Langeweile«, die als Hauptgrund für den Rückzug aus Facebook genannt wird, auch nachvollziehen. Allerdings gilt das nicht nur für Facebook.

Meine Mitgliedschaft bei allen drei Diensten hatte ich auch schon mal komplett gekündigt. Nicht bei allen gleichzeitig, sondern zeitversetzt. Längst bin ich wieder dabei.

Die Entscheidung für Facebook und & Co. habe ich beim zweiten Anlauf nur aus einem einzigen Grund getroffen. Ich wollte meinen Blog promoten. Dieses Ziel habe ich nicht erreicht! Wer in sozialen Netzwerken erfolgreich sein möchte, der muss sich auch darin als aktiver Netzwerker beteiligen. Es reicht nicht aus, ab und an mal ein heißes Thema zu kommentieren und ein paar kurze oder heftige Dialoge auf der jeweiligen Plattform zu führen. Aber wer hat dafür schon Zeit? Gerade dann, wenn er nebenbei noch ein Blog betreiben möchte?

Ich denke aktuell nicht (schon wieder) darüber nach, mich dort abzumelden. Meinen Blog möchte ich auch nicht einstellen, obwohl ich, gerade in letzter Zeit, oft darüber nachdenke.

Welche Möglichkeiten hat man, sich vom Blog zu lösen – ohne innerhalb kürzester Zeit wieder rückfällig zu werden? Entweder keine neuen Artikel mehr schreiben und den Blog im Netz lassen. Das hat Thomas so gemacht. Im Grund ist es auch egal. Wenn ich den Blog vom Netz nehme, macht das keinen Unterschied. Deprimierend ist, dass viele tote Blogs weit mehr Feed-Leser haben als meiner. Das geht auch nicht mit richtigen Dingen zu. :-)

Ich habe mir auch schon überlegt, diesen Blog vom Netz zu nehmen und ganz neu anzufangen. Mit einem neuen Namen und mit ganz wenigen Artikeln. Nur mit solchen Themen, die mir wirklich wichtig sind. Es glaubt mir vielleicht keiner, die allermeisten der Artikel, die ich hier geschrieben haben, waren mir in diesem Moment eben wichtig. Das ist nix, was ich einfach mal »hingerotzt« hätte.

Es heißt: Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Die alte Weisheit haben nicht viele beherzigt. Jetzt müssen sie sich halt mit der Langeweile herumplagen. Und jungen Leuten wird es erfahrungsgemäß schneller langweilig als alten. Was bleibt uns Alt-Bloggern also übrig? Da müssen wir eben durch. Mal sehen, wer es länger aushält, Twitter, Facebook und Google+ mit zu geringer Monetarisierung oder wir mit unserem Kampf gegen die Langeweile.