Der Klartexter und die Deutschen
Steinbrücks Klartext hat die Italiener verprellt. Davor waren es die Schweizer und Reaktionen der Einwohner von Burkina Faso wurden wahrscheinlich achtlos beiseite gelegt. Da gab es vielleicht gerade Wichtigeres.
Das Wahlergebnis in Italien hat viele geschockt. Und viele werden den Kopf geschüttelt haben über die merkwürdig scheinende Wahlentscheidung der Italiener. Undenkbar, dass wir Horst Schlämmer gewählt hätten. « Die Partei « ( Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) hätte schon mehr Chancen gehabt. Martin Sonneborn wirkte gesundheitlich eher dem Amt gewachsen als das bei Horst Schlämmer der Fall gewesen ist. Der hat bekanntlich Rücken.
Steinbrück hatte für den Tag nach seinem Klartext-Event einen von langer Hand geplanten und wahrscheinlich durchorganisierten Termin mit Italiens Präsident Napolitano vereinbart. Die Arbeit, die Steinbrücks Mitarbeiter in die Vorbereitung dieses Treffens gesteckt haben, hätten sie sich sparen können. Dass Napolitano allein schon aufgrund seines Amtes und ganz unabhängig davon, wie er selbst zu den beiden Clowns stehen mag, aus Loyalitätsgründen reagieren musste, müsste Steinbrück klar gewesen sein. Wie ist sein Verhalten unter dieser Prämisse zu begreifen? (weiterlesen …)

