Jon Lord

Jon Lord von Deep Purple ist gestorben

Dienstags muss ich früh raus. Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Abgesehen davon, dass diese unchristliche Zeit für mich an sich schon eine Zumutung darstellt, fielen mir zu allem Überfluss das miese Wetter und die Tatsache unangenehm auf, dass es um diese Zeit schon nicht mehr so hell ist wie noch vor wenigen Wochen.

Beim Frühstück dann ein Lichtblick an diesem trüben Tag: Im Radio lief, was selten genug ist, »Child In Time« von Deep Purple. Eines meiner Lieblingsstücke. Wider Erwarten wurde ich schnell munter. »Child In Time« dauert in der Originalversion gut 10 Minuten. Und die wurden auch voll ausgespielt. Für WDR2 war das ungewöhnlich. Ich war entzückt, meine Frau weniger. 

So war es schon Anfang der 1970er Jahre, als wir beide uns gerade kennengelernt hatten und unsere Wochenenden gemeinsam in der Disco unseres Städtchens vertanzten. Deep Purple gehört zu meinen Lieblingsbands, während meine Frau – nun ja – eher ein Julio Iglesias - Fan war. Das mit uns hat trotzdem gehalten. Julio Iglesias mag ich immer noch nicht und meine Frau kann sich auch 2012 nicht für Deep Purple erwärmen.

Leider gab es einen traurigen Grund dafür, dass »Child In Time« gespielt wurde. Nach dem Titel erfuhren wir es durch den Hinweis des WDR-Moderators. Jon Lord, der großartige Keyboarder von Deep Purple und Mitkomponist von »Child in Time« ist gestorben. Er wurde nur 71 Jahre alt. Möge er in Frieden ruhen.

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