Gottschalk: Wir sind wohl zu streng?!
Es gibt sicher viele Beispiele dafür, dass Medienpromis, die wohl aufgrund chronischer Erfolglosigkeit nach jedem Strohhalm greifen (Dschungelcamp etc.), uns unangenehm auffallen. Vielleicht nehmen wir oft auch gar keine keine Notiz von ihren verzweifelten Bemühungen. Ich bedaure solche Leute manchmal doch ein bisschen.
Da gehe ich schon lieber meinem geregelten Bürojob nach – auch wenn das viel langweiliger ist. Dafür gehe (will ich mal hoffen) wenigstens den Leuten nicht auf den Zeiger.
Gut, es geht immerhin um den Lebensunterhalt, der bei den Verzweifelten gefährdet ist. Zukunftsängste kennen viele Menschen. Deshalb müsste man wohl Verständnis haben. Aber Gottschalk? Was mag diesen Thomas Gottschalk um Gottes willen geritten haben, dass er sich nun gemeinsam mit Michel Hunziker bei Dieter Bohlen und RTL für eine Sendung — wie heißt sie noch? — verdingt? Finanzielle Gründe wird dieses Elend kaum haben.
Vielleicht ist es die Sorge davor, in die Bedeutungslosigkeit abzugleiten oder auch nur zum alten Eisen geworfen zu werden? Jetzt ist Gottschalk aber so etwas von untendurch – bei meiner Frau und mir jedenfalls. Andererseits frage ich mich: Wer ist eigentlich nicht unten durch? Diese Liste wird immer kleiner. Und lang war sie ohnehin nie. Es wird also wohl doch an uns liegen. Wir sind zu streng. Zudem weiß ich, wo der Ausknopf an meinem HD-TV-Dings ist.
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