Das bringt uns voran: Ein Präventionskonzept, das vor allem auf Misstrauen und Denunziation beruht
Es gibt Leute in Deutschland, die behaupten doch glatt, wir bräuchten in unserem Land so etwas wie eine Willkommenskultur. Die Leute, die das meinen, sitzen in unserer Regierung. Wahrscheinlich haben sie das einfach nur so gesagt – kurz nach dem Jahreswechsel ist man ja noch von gewissen Gefühlen geplagt, die sich dann im Alltag irgendwann wieder verlieren.
Wie diese Willkommenskultur in der Realität aussieht, kriegen wir gerade vor Augen geführt. Willkommenskultur ist ein Synonym für »Präventionskonzept«. Und das hat Niedersachens Innenminister Schünemann vorgelegt.
Arbeitgeber sollen ihre muslimischen Mitarbeiter kritisch beäugen und Auffälligkeiten den Sicherheitsdiensten melden. Das ist ein Aspekt aus dem neuen Präventionskonzept des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann.
Ich glaube, ich gehe ab sofort mit ganz anderen Augen durch die Büros. Zettel und Bleistift habe ich schon mal bereit gelegt, um meine Beobachtungen zu notieren. Vielleicht sollte ich vorschlagen, das ein Briefkasten eingerichtet wird, in dem die Belegschaft alle Zettel sammeln kann. Das wäre mein Beitrag zu diesem Konzept, das uns ganz bestimmt weiterbringen wird. Es gab im 3. Reich und der DDR schon Versuche dieser Art. Die Geschichte hat sich, soviel kann man sagen, sehr bewährt.
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