Friedensnobelpreis: Nicht nur unsere Wirtschaft ist unglaubwürdig, wir sind es nicht weniger

[pullquote_right]Dafür wird der Preis verliehen: Der Friedensnobelpreis ist eine Kategorie des von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises. Nach Maßgabe des Stifters soll er an denjenigen vergeben werden, «der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt» und damit «im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht» hat. [Wikipedia][/pullquote_right]Ich will ehrlich sein. Seinen Namen muss ich immer noch nachschlagen. Dabei erhält Liu Xiaobo heute in Oslo den Friedensnobelpreis. Und insbesondere dieser Preis hatte für mich persönlich schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Ich bewundere Menschen, die sich über lange Zeit unermüdlich für andere Menschen einsetzen.

Bei der Preisverleihung wird er jedoch nicht persönlich anwesend sein. Liu ist der erste Friedensnobelpreisträger seit 1936, der zum Zeitpunkt der Preisverleihung im Gefängnis sitzt. Auch seine Frau kann den Preis nicht für Liu in Empfang nehmen, weil auch sie eingesperrt wurde. Und die chinesischen Behörden machen Druck – auf das Nobelpreiskomitee aber auch auf andere Länder. Für die dortigen Behörden ist Liu ein gewöhnlicher Verbrecher.

Unsere Regierung lobt den Preisträger für sein engagiertes Eintreten für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte (immerhin!). Das hindert derweil jedoch weder unsere Wirtschaft noch uns Verbraucher daran, ungeachtet dieser Umstände weiterhin in China Fabriken zu bauen und die dort gefertigten Produkte in Deutschland bedenkenlos zu konsumieren.

aktualisiert: 29.01.2013 → Dieser Artikel wurde bisher 167 mal aufgerufen

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