Es ist erschütternd, was sich in den Hochwassergebieten abspielt. Da überrascht es etwas, dass die schon sprichwörtliche Spendenbereitschaft der Deutschen bei dieser Katastrophe im Vergleich zur ersten Jahrhundertflut bisher eher bescheiden ausfällt.
Im ZDF-Morgenmagazin wurde der aktuelle Zwischenstand der Spenden veröffentlicht, die bisher beim DRK (Deutschen Roten Kreuz) eingegangen sind. 2002 waren es über 140 Mio. Euro. Jetzt steht der Kontostand bei ca. 3,2 Mio. Euro. Die Spendenaktionen laufen weiter und sicher wird die eine oder andere Millionen noch hinzukommen aber den 2002-er Wert wird man wohl nicht erreichen.
Über die Gründe für unsere Zurückhaltung kann nur spekuliert werden. Ich denke, zum einen hat das mit der Art der Berichterstattung unserer Medien zu tun. Wenn immer nur neue Superlative »präsentiert« werden, härtet man unweigerlich ab. In diesem Jahr hat es nun bereits die 2. Jahrhundertflut gegeben. Und menschliche Erschütterung lässt sich dummerweise nicht beliebig steigern. Das klingt zynisch, es ist allerdings ausschließlich an unsere Medien adressiert. Mehr Erschütterung geht einfach nicht. Zum anderen liegt das vielleicht auch daran, dass wir, besser gesagt, der Staat durch die Folgen der Finanzkrise finanziell derart verunsichert und gefordert sind, dass die Leute ihre Kohle für sich behalten.
Die Politik will nun Milliardenhilfen bereitstellen. Keine Frage, das wird nötig bzw. unumgänglich sein. Einzelne Politiker fordern bereits, das die Solidaritätsabgabe um 1% erhöht werden soll. Die Bewältigung der Flutfolgen sind eine nationale Aufgabe!
Viele Menschen haben sich persönlich engagiert, in dem sie direkt vor Ort geholfen haben. Diesen Leuten ist ihre Hilfe hoch anzurechnen und – wie schon geschrieben – ein paar Millionen werden sicher auch noch an privaten Spendengeldern eintreffen.
Foto: 1. Screenshot ZDF Morgenmagazin, 2. By: Christian Geisert – CC BY-NC-SA 2.0
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Sven: Erst einmal müssen sie jetzt 10 + x Prozent der Stimmen...
kathi: @yakza: was will man denn von einer Alkoholikerin ander...